Du hast Teil 1 unserer Checkliste schon gelesen? Dann weißt du ja bereits, wie du von der Konzepterstellung bis hin zur Vertragsunterzeichnung bei einem Affiliate Netzwerk vorgehst.

In unserem Workshop werden die folgenden Schritte beim Aufsetzen eines Affiliate Partnerprogramms erklärt:

TEIL 1:

Schritt 1: Konzept erarbeiten
Schritt 2: Netzwerk anfragen
Schritt 3: Beim Netzwerk registrieren
Schritt 4: Vertrag abschließen

TEIL 2:

Schritt 5: Tracking aufsetzen und testen
Schritt 6: Programmbeschreibung & Einschränkungen formulieren
Schritt 7: Werbemittel anlegen & Aktionen planen
Schritt 8: Rechnungsstellung vorbereiten / Prepaiment aufladen
Schritt 9: Go Live
Schritt 10: Partnerprogramm bewerben

Wie bitte? Du hast Teil 1 noch gar nicht gelesen? Dann aber hopp, hopp: WORKSHOP Teil 1: So setzt du ein Affiliate Marketing Partnerprogramm auf

Alle anderen dürfen sich schon mit Schritt 5 bis 10 auseinandersetzen.

 

 

Schritt 5: Tracking aufsetzten und testen

 

Das Tracking ist die absolute Grundlage für ein Affiliate Partnerprogramm. Ohne Tracking kann nicht nachvollzogen werden, welcher Publisher denn nun tatsächlich für den erfolgreichen Abschluss verantwortlich war und welchem Partner eine Provision ausgezahlt werden soll.

Lass dir die verschiedenen Trackingmöglichkeiten deines Netzwerks vorstellen und überlege welche Variante für dich am sinnvollsten ist. Ob Cookie-, Fingerprint-, Postview- oder Session-Tracking, alles hat Vor- und Nachteile. Bedenke auch, dass viele User mittlerweile Adblocker verwenden, Cookies löschen oder bestimmte Browser Third Party Cookies blockieren. Welche Trackingmethode löst für dich diese Probleme am effektivsten? Wenn du dich für Cookie-Tracking entscheidest, welche Cookie-Lifetime möchtest du festlegen? Wie lange dauert der durchschnittliche Kaufentscheidungsprozess deiner Kunden? Hast du die gleiche Cookie-Lifetime bei allen deinen Online Marketing Kanälen festgelegt?

affiliate_marketing_tracking_system

Hast du eine Trackingweiche? Dann denke daran das Affiliate Tracking innerhalb der Weiche einzubauen. Nur so kannst du eine Gewichtung der einzelnen Werbekontakte deines Users während seiner Customer Journey vornehmen. Ansonsten könnte es vorkommen, dass zum Beispiel einen Sale mehreren Werbekanälen zuschreibst. Das ist grundsätzlich auch gut so, denn innerhalb einer Customer Journey sind meistens mehrere Kanäle an einem Sale beteiligt. Kanäle am Anfang der Journey dienen häufig der Information oder dem Branding, während Kanäle am Ende der Journey oftmals performanceorientierter sind und zu einer Abschlussaktion führen sollen. Allerdings sollten allen diesen „Touchpoints“ eine gewisse Wertigkeit mittels eines Attributionsmodells zugeschrieben werden.

Entscheidest du dich beispielsweise für das Attributionsmodell „Last Click Wins“, dann betrachtest du den letzten Touchpoint / den letzten Kanal innerhalb der Customer Journey als ausschlaggebend für den erfolgreichen Abschluss. Wenn du dieses Modell verwendest, aber keine Trackingweiche verwendest kann es beispielsweise sein, dass ein User auf ein Affiliate-Werbemittel auf einer Publisherseite klickt (ein entsprechendes Cookie wird im Browser gesetzt), der User dann über eine Facebook-Anzeige kauft, aber trotzdem eine Provision an den Publisher gezahlt wird.

last_click_attribution

 

Schritt 6: Programmbeschreibung & Einschränkungen formulieren

 

Yeah, mit der Tracking-Integration hast du den größten Step geschafft!

Jetzt geht es an die Gestaltung und Befüllung deines Partnerprogramms. Zuerst empfiehlt es sich eine Programmbeschreibung zu erstellen. Dabei handelt es sich quasi um das Profil deines Programms, das auf potenzielle Publisher natürlich informativ und attraktiv wirken sollte. Eine gute Programmbeschreibung beinhaltet:

  • Eine kurze Beschreibung deines Unternehmens / Produkts
  • Vorteile deines Unternehmens / Produkts für Kunden (Liefer- / Versandmodalitäten, Zahlungsarten, Service-Angebote, …)
  • Vorteile deines Unternehmes / Produkts für Publisher (Provisionen, Cookie-Laufzeit, durchschnittliche Warenkorbwerte, Conversion Rate, Niedrige Stornoquote, Zurverfügungstellung einer Produktdatenliste)
  • Auch Informationen über deine Zielgruppe (Altersgruppen, geografische Ausrichtung, Geschlecht, Interesse, …) können für die Bewerbung der Publisher hilfreich sein
  • Ansprechpartner

Die Beschreibung sollte kurz und knackig, aber dennoch informativ sein. Vorteilhaft sind also Tabellen, Bullet-Points, Fakten und Zahlen in einer übersichtlichen Darstellung. Für eine grafisch attraktive Umsetzung kann auch über die Einbindung eines PDFs oder Bildes mit allen nötigen Informationen nachgedacht werden.

Für neue Publisher ist es auch wichtig zu wissen, welche Rahmenbedingungen es in deinem Partnerprogramm zu beachten gibt. Darum solltest du auch unbedingt Einschränkungen formulieren. Wie kleine „AGB“ kannst du hier festhalten was für deine Publisher erlaubt und verboten ist. Gerade Themen wie Urheber-, Namens- und Markenrechte, sowie SEA-Rechte (dürfen deine Publisher Suchmaschinenanzeigen schalten? Falls ja, mit oder ohne Brand?), Konsequenzen bei Regel-Verstößen, Stornogründe und Haftungen sollten hier geklärt werden.

Vorsicht ist ja bekanntlich besser als Nachsicht. 😉

awin_programmbeschreibung

 

Schritt 7: Werbemittel anlegen & Aktionen planen

 

Damit deine Publisher dein Unternehmen oder deine Produkte richtig bewerben können, benötigen sie Werbemittel. Darum solltest du sowohl Text- als auch grafische Werbemittel vor Livegang in deinem Partnerprogramm zur Verfügung stellen.

Es empfiehlt sich, sowohl mit Standard-Werbemitteln zu arbeiten, die die Publisher ständig verwenden können, als auch Aktions-Werbemittel zu verwenden, die zeitlich begrenzt für einzelne Kampagnen eingestellt werden.

Bei den Standard-Werbemitteln gibt es von Netzwerk zu Netzwerk unterschiedliche Vorgaben. Meist wird ein Bannerset mit ca. 4 – 8 Standard Bannerformaten und Logo-Grafiken in verschiedenen Größen vorgeschrieben. Gängige Bannergrößen sind: 120x60 px / 468x60 px / 728x90 px / 300x250 px / 234x60 px / 120x600 px / 88x31 px / 120x40 px / 160x600 px / 250x250 px

Achte auch darauf ein paar mobile Formate zur Verfügung zu stellen. Die erforderlichen und empfohlenen Formate kannst du bei deinem Netzwerk erfragen.

banner_placements

Zusätzlich solltest du eine Hand voll Textwerbemittel zur Verfügung stellen. Hierfür eigenen sich Links zur Startseite und zu beliebten Kategorien.

Die meisten Netzwerke bieten außerdem einen Deeplinkgenerator an, den man sich vom Netzwerk aktivieren lassen kann. Mit diesem Generator können sich die Publisher selbständig Tracking-Links zu gewünschten URLs erstellen.

Aktions-Werbemittel werden zum Programmstart nicht zwangsläufig gebraucht. Es macht aber definitiv Sinn sich frühzeitig einen Aktionsplan zu überlegen um Sonderangebote strategisch einzusetzen. Einer der größten Performance-Killer ist ein stillstehendes Partnerprogramm. Darum sollte man den Publishern immer mal wieder Angebote abseits des Standard-Sortiments anbieten um sich neben den hunderten von Programmen und Konkurrenz-Angeboten wieder ins Gedächtnis zu rufen und die Bewerbung anzukurbeln.

Überlege dir dafür am besten vorab welche Aktionen und Incentives theoretisch möglich wären? Sind diese Angebote ausreichend attraktiv und konkurrenzfähig? Hast du die Möglichkeit Prämien (Geld- und/oder Sachprämien) oder Gratis-Proben einzusetzen? Kannst du den Verknappungsmechanismus beispielsweise durch „Countdown“-Aktionen nutzen?

 Und denke daran, dass auch die besten Werbemittel und Aktionen ohne kontinuierliche Onsite Conversionrate- und Mobile-Optimierung machtlos sind.

 

Schritt 8: Rechnungsstellung vorbereiten / Prepaiment aufladen

 

How do you like to pay?
Je nach Netzwerk gibt es verschiedene Möglichkeiten die Publisherprovisionen und die Netzwerkfee zu begleichen.

Die gängigste Methode ist wahrscheinlich die Pre-Payment-Methode. Von einem aufgeladenen Konto werden die Provisonen und Netzwerkfees abgezogen. Neigt sich der Kontostand dem Ende zu, geht eine Rechnung für eine erneute Aufladung raus. Doch auch Post-Payment-Methoden sind häufig möglich.

Frage dein Netzwerk nach den Optionen und lege deine Rechnungsstellung fest.

 

Schritt 9: Go Live

 

Yuppie Yuppie Yeah! Du bist so weit, dein Partnerprogramm ist bereit für den Start. Gib deinem Netzwerk Bescheid, dass das Programm live geschaltet werden kann. Ab sofort können Publisher dein Programm im Netzwerk finden und sich für die Partnerschaft bewerben.

 

Schritt 10: Partnerprogramm bewerben

 

Es kann sein, dass das Netzwerk den Start deines Partnerprogramms in einem Newsletter an den Publisher-Pool bekannt macht. Ansonsten können Publisher durch die Such-Funktion in den Netzwerken selbstständig auf dein Programm aufmerksam werden.

Reichen dir die einlaufenden Bewerbungen nicht aus und möchtest du dein Programm zusätzlich bekannt machen, dann gibt es unterschiedliche Möglichkeiten um dein Affiliate Programm zu bewerben. Du kannst (Stand Alone-)Newsletter-Platzierungen bei den meisten Netzwerken oder bei Branchen-Plattformen wie 100partnerprogramme.de buchen um weitere Publisher zu erreichen. Dort können von dir auch Profile für das eigene Programm angelegt werden.

Affiliate_Partnerprogramm

Empfehlenswert ist es auch, dass du auf deiner Website im Menü oder im Footer einen Verweis auf dein Affiliate Partnerprogramm einbaust. Entweder verlinkst du direkt auf die Anmeldeseite des Netzwerks, oder du baust eine eigene Landingpage mit allen Basis-Informationen. Diese könntest du dann auch als „Programm-Profil“ verwenden, um bei Anfragen gebündelte Informationen zu den eigenen Affiliate Marketing Aktivitäten versenden zu können. Beispielsweise auch bei der Kalt-Akquise von potenziellen neuen Publishern durch eine Web-Recherche.

Als weitere bzw. ergänzende Möglichkeit kannst du die Bewerbung bei dem Affiliate Programm durch Incentives attraktiver gestalten. Beispielsweise kannst du den Publishern bei Neuanmeldung einen Bonus versprechen. Diese lassen sich ganz einfach über die Netzwerke auszahlen und werden dann wie normale Provisionen vom Pre-Paid-Konto abgezogen oder in Rechnung gestellt – je nach Einstellung. Aber Achtung – auf alle Zahlungen die über ein Netzwerk durchgeführt werden, werden auch Netzwerk-Fees fällig

 

War doch ganz einfach!

 

Das waren die zehn relevanten Schritte, die du beachten musst, wenn du ein eigenes Affiliate Marketing Partnerprogramm aufbauen möchtest. Der größte Teil der Arbeit steht dir jedoch noch bevor. Frei nach dem Motto „wer rastet, der rostet“ gilt es jetzt dein Partnerprogramm kontinuierlich auszubauen und zu optimieren.

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Carola Busam

Caro ist unser absolutes Affiliate Ass und federführend bei der Betreuung all unserer Affiliate Kunden beteiligt. Randnotitz: Caro ist direkter Nachfahre von Sherlock Holmes – vor ihr bleibt nix verborgen! 🙋‍♀️🔥

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