Amazon ist mittlerweile nicht nur ein Online-Händler sondern vielmehr eine Suchmaschine. Im Umfeld einer Suchmaschine gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich und seine Produkte zu platzieren. Neben den organischen Suchergebnissen bietet Amazon auch diverse Paid Advertising Optionen. Neben Sponsored Brands sind die gängigsten Kampagnen auf Amazon gesponserte Produkte.

Dabei handelt es sich um Cost-per-Click basierte Werbekampagnen. Müssten wir Sponsored Products mit einem Satz beschreiben wäre es: “Google Shopping nur mit Keywords”.

Amazon Advertising und Google Ads teilen sich viele Gemeinsamkeiten:

 

  • Kampagnen werden in Anzeigengruppen strukturiert.
  • Anzeigen werden Keyword-basiert oder automatisch ausgespielt
  • Es gibt unterschiedliche Match-Types für Keywords (exact match, phrase match, broad match)
  • Gleiche Ansätze bei der Optimierung der Performance

 

Eine wichtige Voraussetzung für die Werbung auf Amazon ist der Besitz der Buy-Box. Denn nur der Besitzer ist berechtigt ein Produkt zu bewerben, um seinen Absatz zu steigern.

Du besitzt für eines oder mehrere Produkte die Buy-Box? Perfekt, wir zeigen dir wie du deine erste Amazon Sponsored Products Kampagne aufsetzen kannst.

Du möchtest zuerst dein organisches Ranking verbesser? Dann interessiert dich vielleicht unser Blog-Beitrag: Amazon SEO – Rankingfaktoren 2019.

 

Amazon Ads Kampagnenstruktur entwickeln

 

Bevor du deine erste Kampagne anlegst, solltest du dir Gedanken über die Struktur deines Amazon Werbekontos machen. Zwar ist der Aufbau nie in Stein gemeißelt, der Umbau eines bereits laufenden Accounts ist jedoch aufwendiger, als bei einem frischen Konto.

Vorab, es gibt keinen “besten Weg” Kampagnen zu strukturieren, je nach Produkt und Geschäftsumfeld ergeben sich komplett unterschiedliche Konstrukte. Einige Denkanstöße könnten jedoch sein:

 

  • Kampagnen werden nach Produktkategorien geclustert
  • Kampagnen werden nach Marken strukturiert
  • Kampagnen werden für einzelne Produkte angelegt
  • Kampagnen werden nach Kategorie und Marke angelegt
  • Kampagnen und Anzeigengruppen werden nach Customer Journey Position gegliedert.

 

In den meisten Fällen empfehlen wir eine Struktur basierend auf der Produktkategorie oder eine Kombination aus Kategorie und Marke.

 

EINFACH:

Kampagne 1 = Produktkategorie 1

Anzeigengruppe 1: Alle Keywords

Kampagne 2 = Produktkategorie 2

Anzeigengruppe 1: Alle Keywords

 

STANDARD:

Kampagne 1 = Produktkategorie 1

Anzeigengruppe 1: Eigenmarken Keywords

Anzeigengruppe 2: Fremdmarken Keywords

Anzeigengruppe 3: Generische Keywords

Kampagne 2 = Produktkategorie 1

Anzeigengruppe 1: Automatische Ausrichtung 

Kampagne 3 = Produktkategorie 2

Anzeigengruppe 1: Eigenmarken Keywords

Anzeigengruppe 2: Fremdmarken Keywords

Anzeigengruppe 3: Generische Keywords

Kampagne 4 = Produktkategorie 2

Anzeigengruppe 1: Automatische Ausrichtung

 

KOMPLEX:

Kampagne 1 = Produktkategorie 1

Anzeigengruppe 1 = Head Keywords

Anzeigengruppe 2 = Mid-Tail Keywords

Anzeigengruppe 3 = Longtail Keywords

Anzeigengruppe 4 = Top-Performer Keywords 

Kampagne 2 = Produktkategorie 1

Anzeigengruppe 1: Automatische Ausrichtung

Kampagne 3 = Produktkategorie 2

Anzeigengruppe 1 = Head Keywords

Anzeigengruppe 2 = Mid-Tail Keywords

Anzeigengruppe 3 = Longtail Keywords

Anzeigengruppe 4 = Top-Performer Keywords

Kampagne 4 = Produktkategorie 2

Anzeigengruppe 1: Automatische Ausrichtung

Kampagne 5 = Marke 1

Anzeigengruppe 1 = Marke 1 + Produktkategorie 1

Anzeigengruppe 2 = Marke 1 + Produktkategorie 2

Kampagne 6 = Marke 2

Anzeigengruppe 1 = Marke 2 + Produktkategorie 1

Anzeigengruppe 2 = Marke 2 + Produktkategorie 2

 

WICHTIG! Das alles soll dir nur als Denkanstoß dienen. Relevant ist, dass deine Kampagnenstruktur deine Warenstruktur widerspiegelt und du die Möglichkeit hast, den Account nach dieser Logik weiter auszubauen.

 

Amazon Kampagne erstellen

 

So, kommen wir zu deiner ersten Amazon PPC Kampagne. Logge dich im Seller Central bzw. im Vendor Central ein und navigiere zum Menüpunkt “Werbung”.

Auch der nächste Schritt ist denkbar einfach, klicke auf “Kampagne erstellen” und wähle den Kampagnentyp Sponsored Products aus

Im nächsten Schritt öffnet sich eine Eingabemaske, in der du alle wichtigen Einstellungen deiner Kampagne festlegen kannst.

Bedenke, dass das Naming deiner Kampagnen die Übersicht des Werbekontos maßgeblich beeinflussen kann. Je nach gewählter Kampagnenstruktur, empfehlen wir die Benennung der Kampagnen nach dieser Logik umzusetzen.

Du kannst deine Kampagne manuell ausrichten oder automatisch. Bei der manuellen Ausrichtung gibts du selbst an zu welchen Keywords deine Anzeigen ausgespielt werden. Bei der automatischen Ausrichtung übernimmt Amazon die Ausspielung.

Wir empfehlen dir mit der Option manuelle Ausrichtung zu beginnen. Du hast so mehr Kontrolle über die Auslieferung und kannst deine Kampagnen einfacher auswerten.

 

Anzeigengruppen erstellen und Produkte zuweisen

 

Als nächstes erstellen wir eine Anzeigengruppe. Wie beim Kampagnenname gilt auch hier die Empfehlung Namen einheitlich zu vergeben.

Jetzt kannst du deiner Anzeigengruppe Produkte hinzufügen. Zu besseren Auswahl kannst du die Suchfunktion verwenden

Fertig ist die Anzeigengruppe…fast.

 

Die richtige Gebotsstrategie festlegen

 

Zwei wichtige Schritte fehlen noch, damit deine manuelle Kampagne starten kann. Einer davon ist die Definition einer Gebotsstrategie. Ähnlich wie bei Google Ads kannst du Amazon gewisse Freiheiten geben, um dein Standardgebot in bestimmten Situationen anzupassen.

Amazon bietet aktuell drei Gebotsstrategien, wovon zwei dynamisch sind.

Feste Gebote:

Es wird nur dein festgelegtes Standardgebot verwendet.

 

Dynamische Gebote – nur senken:

Dein Gebot wird in Echtzeit verringert, wenn die Conversion Wahrscheinlichkeit des Klicks besonders niedrig ist.

 

Dynamische Gebote – erhöhen und senken:

Dein Gebot wird in Echtzeit verringert, wenn die Conversion Wahrscheinlichkeit des Klicks besonders niedrig ist. Der CPC kann aber auch deutlich gesteigert werden, wenn die Conversion Wahrscheinlichkeit höher ist.

 

Da wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich die Performance deiner Kampagne abschätzen können, empfehlen wir dir mit der Option “feste Gebote” oder “dynamische Gebote – nur senken” zu starten.

Amazon wird dir auf Basis deiner Produkte und der gewählten Keywords eine CPC-Empfehlung geben. Diese kannst du gerne zur Orientierung übernehmen.

Im letzte Schritt kann du noch Bid-Modifier für unterschiedliche Placements definieren. Auch diesen Schritt würden wir dir erst empfehlen, wenn du bereits einige Kampagnendaten gesammelt hast.

 

So fügst du deiner Kampagne Keywords hinzu

 

Last but not least müssen jetzt noch Keywords und negativ Keywords definiert werden. Wie bereits erwähnt gibt es auch bei Amazon Ads unterschiedliche Übereinstimmungstypen für Keywords. Diese legen fest, wie groß die Abweichung zwischen gebuchtem Begriff und eingegebenen Suchbegriff sein darf.

Hier siehst du die genaue Funktionsweise der einzelnen Match-Types:

Um die richtigen Keywords zu finden, gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Amazon Keyword Vorschläge, Keyword-Recherche Tools, Google Ads Suchbegriffe analysieren, Google Suggest oder direkt aus dem Bauch heraus. Die verwendeten Keywords sollten allerdings immer zu der übergeordneten Kampagnenstruktur passen.

Entsprechend geclustert kannst du deine Auswahl an Begriffen entweder per Datei oder per Copy-Paste deiner Kampagne hinzufügen.

Auch hier wird dir von Amazon direkt ein optimales Gebot vorgeschlagen.

Möchtest du verhindern, dass deine Produkte zu bestimmten Suchbegriffen ausgespielt werden, kannst du diese im optionalen Punkt “Negative Keywords” hinzufügen. Allerdings stehen dir hier nur die Match-Types Phrase und Exakt zur Verfügung.

Neue Keywords finden und irrelevante Suchanfragen ausschließen sind übrigens auch die wichtigsten Bestandteile bei der Kampagnenoptimierung.

SO! Deine erste Amazon Sponsored Products Kampagne ist startklar. Wir wünschen dir viel Erfolg.

Falls du bei der Optimierung deiner Kampagnen nicht so richtig weiter kommst, empfehlen wir dir unseren Blog Beitrag: Amazon Ads optimieren: So reduzierst du deinen ACoS effektiv!

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