LinkedIn wächst und wächst. Mittlerweile nutzen 610 Millionen Menschen das Netzwerk weltweit.

Aus Marketing-Sicht ist das natürlich super spannend. Durch all die Daten, die LinkedIn von seinen Mitgliedern kennt, bieten sich sehr viele spezifische Targetingoptionen, die das Business-Netzwerk von anderen Social Networks unterscheidet.

Genau deswegen gibt es seit kurzer Zeit einige neue Möglichkeiten Zielgruppen und Targetings zu bilden. In diesem Blogbeitrag wollen wir dir eine Übersicht über die Neuen, aber auch die bestehenden Optionen geben.

Spannend? Dann unbedingt weiterlesen.

Wer hätte es gedacht? Zum Setup einer LinkedIn Kampagnen gehört auch die Zielgruppen-Definition. Mittlerweile gibt es zahlreiche Kriterien, die bei der Erstellung berücksichtigt werden müssen. Da kann man leicht den Überblick verlieren.

Grundsätzlich hast du die Wahl zwischen klassischen Zielgruppenoptionen und sogenannten Matched Audiences.

 

Matched Audiences

 

Im LinkedIn Kontext sind die Matched Audiences deine Retargeting Audiences. Zwar hat Facebook im Bereich Retargeting noch die Nase n vorn,aber LinkedIn holt auch hier auf. Bisher ist es allerdings nur möglich aus Basis von URLs oder auf Basis einer hochgeladenen Kontaktliste eine sogenannte Matched Audience aufzubauen.

Das geht allerdings nur, wenn ihr den LinkedIn Insight Tag auf eurer Seite verbaut habt. Nähere Infos dazu findet ihr hier: https://www.linkedin.com/help/lms/answer/65521

So gehts:

Nun kannst du eine Zielgruppe erstellen. Du hast die Wahl zwischen Webseitenzielgruppe und Listen hochladen. Wir wollen eine Webseitenzielgruppe erstellen.

Zuerst gibst du der Zielgruppe einen Namen. Es bietet sich an, den Namen möglichst aussagekräftig zu wählen, damit du die jeweilige Audience im Nachgang auch wieder findest.

Jetzt trägst du die URL der Seite ein, deren Besucher im Nachgang wieder angesprochen werden sollen. Nun kannst du noch eine Seitenregel erstellen. Du hast die Wahl zwischen 3 Varianten.

Seiten, die exakt diese URL haben: Diese Regel berücksichtigt nur die eingegebene URL.

Seiten, die mit dieser URL beginnen: Diese Regel berücksichtigt alle URLs, die mit der eingegebenen URL beginnen.

Seiten, die in der URL den angegebenen Text enthalten: Diese Regel berücksichtigt alle URLs, in denen die eingegeben Wörter oder Begriffe exakt enthalten sind.

Ist die Matched Audience angelegt, sammelt LinkedIn die Daten. Je nach Traffic auf deiner Seite kann es bis zu 48 Stunden dauern, bis die Zielgruppe erstellt ist. Nutzen kann man die angelegte Matched Audience auch erst, wenn sie min. 300 Mitglieder umfasst.

 

!!!NEWS!!! HOT! HOT! HOT! LinkedIn Lookalike Audiences

 

Relativ neu bietet LinekdIn auch Lookalike Audiences auf Basis der erstellten Matched Audiences an.

In eine Lookalike Audience werden nur aktive Nutzer mit ähnlichen Merkmalen, wie die Nutzer der Matched Audience aufgenommen. Mitglieder, die schon in der Matched Audience enthalten sind, werden natürlich nicht nochmal mit aufgenommen. Möglich ist die Erstellung nur für Matched Audiences, die mindesten 300 Mitglieder enthalten und aktiv sind. LinkedIn gibt an, dass die Lookalike Audiences im Schnitt 5-10 x der Größe der Ursprungszielgruppe entsprechen.

Und wie erstellt ihr die Audience nun? Ganz einfach! Wähle die gewünschte Matched Audience aus und klicke oben rechts auf das „Ähnliche Zielgruppe erstellen“-Symbol.

Das System erstellt die Audience nun automatisch. Auch hier gilt es ein bisschen Geduld mitzubringen, da das System etwas Vorlauf braucht.

Um die generierten Audiences (Matched Audiences oder Lookalike Audiences) deinen Kampagnen hinzuzufügen, kannst du im Kampagnensetup unter Zielgruppe die Matched Audiences auswählen.

Danach hast du die Möglichkeit diese Audience durch verschiedene Attribute weiter zu definieren.

 

Welche Zielgruppenoptionen und Attribute bietet LinkedIn?

 

Grundsätzlich kannst du alle Merkmale, die ein Nutzer in seinem Profil hinterlegt auch nutzen – und mittlerweile sogar auch einige mehr.

Das einzige Pflichtfeld, bei der Festlegung des Targetings ist der Standort. Das System unterscheidet hier zwischen dem dauerhaften Standort (Wohnort, im Profil hinterlegt) und einem aktuellen Standort (auf Basis der IP Adresse.) Auswählen kannst du entweder nur den dauerhaften Standort oder eine Kombination aus dauerhaftem und aktuellem Standort.

Bei den weiteren Attributen setzt LinkedIn auf 5 Bereiche:

  • Unternehmen
  • Demografie
  • Ausbildung
  • Berufserfahrung
  • Interessen

 

Unternehmen

Unter diesem Überbegriff findest du Themen wie Firmennamen, Größe des Unternehmens oder die Branche. Neben den Followern deiner Unternehmensseite, kannst du auch Unternehmenskontakte von bestimmten Firmen ansprechen. Möglich ist die Ansprache der Unternehmenskontakte ab einer Größe von 500 Mitarbeitern. Hierbei werden gezielt die direkten Kontakte der Mitarbeiter einer bestimmten Firma angesprochen.

 

Demografie

Hier kannst du auf die klassischen Werte Geschlecht und Alter zurückgreifen. Aber Achtung. Das Geschlecht wird auf Basis des Namens ermittelt, die Trefferquote liegt somit nicht immer bei 100%. Das Alter wird auf Basis der Profildaten, wie Abschluss an der Universität etc. abgeschätzt.

 

Ausbildung

Hier kannst du auf die Abschlüsse, die Ausbildung oder verschiedene Studienfächer eingrenzen. Unter Ausbildung versteckt sich die Hochschule bzw. Universität, an der der Nutzer seinen Abschluss gemacht hat.

 

Berufserfahrung

Spannend wird es unter diesem Themengebiet. Neben Jahren an Berufserfahrung und Karrierestufe kannst du auch bestimmte Kenntnisse, Tätigkeitsbereiche und Jobbezeichnungen auswählen.

Bei den Tätigkeitsbereichen handelt es sich um die weitest mögliche Definition des gegenwärtigen Berufs eines Mitglieds. LinkedIn gruppiert hier Jobbezeichnungen, die von LinkedIn Mitgliedern eingegeben werden. Du hast die Wahl zwischen 26 Bereichen, beispielsweise Personalwesen oder Marketing.

Konkreter wird es dann mit den Jobbezeichnungen. Hierbei handelt es sich um den Jobtitel, den ein Nutzer selbst in seinem Profil hinterlegen kann.

Kenntnisse sind Fähigkeiten, die die Mitglieder in ihren Profilen hinterlegen können.

 

Interessen

Bisher konnte im Bereich Interessen nur Gruppen ausgewählt werden, denen ein Mitglied angehört.

!!!NEWS!!! Seit Anfang Februar gibt es das Interessen-Targeting auch bei LinkedIn. Die Interessen basieren auf dem Content, den ein Nutzer teilt bzw. mit dem ein Nutzer interagiert.

Aufgeteilt hat LinkedIn diese Interessen in über 200 Kategorien. Du kannst mehrere Interessen miteinander kombinieren.

Du kannst dir deine Zielgruppe zusammenstellen, indem du verschiedene Attribute einschließt. Daneben hast du natürlich auch die Möglichkeit, bestimmte Attribute auszuschließen, um die Audience nochmal zu verfeinern.

Good to know: Hast du dir deine Zielgruppe zusammengestellt, kannst du dir diese als Vorlage speichern. Neben einem Namen für die Vorlage kannst du die gespeicherte Zielgruppe auch beschreiben. Auswählen kannst du die gespeicherten Zielgruppen direkt zur Beginn unter „Zielgruppe auswählen“

Die gespeicherten Zielgruppen sind allerdings an dein persönliches LinkedIn-Profil gekoppelt. Willst du die Audience mit einem Kollegen teilen, musst du eine Kampagne anlegen und die Zielgruppe einstellen. Dann kann der Kollege sich ebenfalls eine Vorlage abspeichern.

Im Nachhinein geänderte Vorlagen kannst du auch jederzeit aktualisieren.

!!!NEWS!!! Neben den selbst erstellten Vorlagen bietet LinkedIn neuerdings auch vorgefertigte Audience Templates an.

Unter „Alle Zielgruppen anzeigen“ findest du nun die von dir selbst gespeicherten Zielgruppenvorlagen und daneben auch Audience Templates, also Zielgruppenvorlagen direkt von LinkedIn erstellt. Bei den Vorlagen kannst du aktuell zwischen über 20 Templates auswählen. Ein Template umfasst beispielsweise Finanzberater, also Mitglieder, die momentan als Finanzberater oder in einer ähnlichen Position tätig sind. Ein anderes Template umfasst Fachwissen zum Thema Internet of things, also Mitglieder, die in Gruppen zum Thema IoT sind.

Hast du ein solches Template ausgewählt, kannst du die Audience im Nachgang selbst auch noch weiter bearbeiten.

Mit dieser Fülle an Möglichkeiten ist man gewillt seine Zielgruppe möglichst spezifisch einzugrenzen. Allerdings solltest du nicht zu viele verschiedene Attribute auf einmal verwenden, um am Ende nicht eine zu kleine Audience zu haben. Durch die Prognose, die euch LinkedIn mittlerweile bietet, seht ihr immer gleich, wie sich die Zielgruppengröße verändert, sobald ihr ein neues Attribut hinzunehmt oder eines ausschließt.

 

Das waren jetzt so ziemlichen alle Möglichkeiten, auf LinkedIn Zielgruppen zu erstellen. Kannst du bereits alle?

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Franziska Stöhr

Franzi ist bei uns unter anderem für das Thema LinkedIn Advertising verantwortlich. Seit dem Advertising Marktstart der B2B-Plattform in Deutschland, unterstützt sie tatkräftig unsere Kunden bei Konzeption, Planung und Umsetzung von LinkedIn Kampagnen. 🤯

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