Werbetreibende, Agenturen, Vermarkter, Tech-Anbieter – jedes Jahr versammeln sich die Akteure der Programmatic-Branche in Hamburg zur d3con. Auch die Programmatic-Experten der direct interactive waren wieder vor Ort und informierten sich über Trends und Entwicklungen im Programmatic Advertising.

    Brand Safety | AdFraud

    Keynote Speaker Craig Silverman, Journalist und Medienredakteur von BuzzFeed, berichtete zu Konferenz-Beginn sehr detailliert über AdFraud-Methoden. Seien es hidden Video Ads, Zombie-Webseiten oder Purchasing Apps – jedes Jahr werden durch diese und weitere Methoden zahlreiche, auch sehr große, Advertiser um ihr Geld gebracht. Brand Safety ist also nach wie vor ein brandaktuelles und heikles Thema im Digital Marketing. Silverman bat vor allem darum, dass alle Akteure offen mit Fraud-Fällen umgehen, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf Fraud zu lenken und ein noch größeres Bewusstsein für Betrugsfälle zu schaffen. Auch in weiteren Panels wurde darauf aufbauend über Transparenz und Verantwortung scharf diskutiert.

    Bleiben wir also direkt beim Thema Transparenz und Verantwortung:

     

    Inhousing vs. Outsourcing | Data-Ownership | Transparenz | Beratung

    Programmatic inhouse bedienen oder outsourcen? Hier gingen die Meinungen in den Experten-Panels auseinander. Eine Wandlung in Richtung Inhouse sieht man vor allem im Bereich Data-Ownership. Der Trend geht also dahin, dass Unternehmen bzw. Werbetreibende selbst solide Datenschätze im eigenen Haus aufbauen – qualitativ hochwertige First-Party-Daten. Allerdings gilt es auch Wissen aufzubauen, um Entwicklungen im Markt und Angebote entsprechend bewerten zu können – und gerade beim Wissensaufbau gibt es eine Menge Nachholbedarf. Andererseits kann Inhousing schlichtweg nicht für alle Werbetreibende der richtige Weg sein und ist außerdem Budget-Sache. So gilt es, egal ob inhouse oder nicht, dass alle Akteure Transparenz schaffen müssen, auch die AdTech-Anbieter selbst. An den Agenturen liegt es außerdem noch stärker in die Beratung zu gehen. Transparenz, ein empfindliches Thema, welches von allen Beteiligten in der Wertschöpfungskette vorangetrieben werden muss. Nur dann können endlich Unklarheiten und Probleme minimiert und so manche Blackbox ausgelöscht werden.

    What’s Next in Programmatic Advertising? Auch über die Next Steps in der Programmatic-Szene wurde gesprochen:

     

    Trends und Entwicklungen

    Ist die Zukunft komplett cookieless? Fest steht, dass die Datenerhebung durch Cookies von immer mehr Browsern eingeschränkt wird. In diesem Zuge wurde auch über Consent Management Systeme und Fingerprint IDs gesprochen. Auf jeden Fall müssen alternative User-Identities etabliert werden, damit Werbung auch weiterhin zielgenau ausgesteuert werden kann. Die Themen Digital out of Home, Audio, Adressable TV usw. sind längst keine Fremdwörter im Programmatic-Business mehr, jedoch bei vielen Werbetreibenden noch nicht wirklich im Daily Business angekommen. Deshalb geht es nun im ersten Schritt zuerst einmal darum, diese Innovationen nach und nach zu testen.

     

    Das Ende vom Lied?

    Inhousing und Transparenz sind DIE Themen, die alle Akteure im Programmatic Advertising umtreibt. Alle Beteiligten haben hier ein großes ToDo. Da in der programmatischen Werbeaussteuerung mit Daten und einer guten Datenqualität alles steht und fällt und immer mehr Regulierungen kommen werden, bestreben viele Werbetreibende zumindest dieses Thema zu inhousen. Die Schwierigkeit wird künftig darin liegen eine Ausgewogenheit zwischen Beratung, Transparenz und Inhousing-Konzepten zu schaffen.

    BDi will stay tuned!

     
    Judith aka das Programmatic-Advertising Mastermind verantwortet bei uns den RTA-Bereich. DSP, SSP, DMP – hä? Keiner kennt sich damit besser aus als sie. 👩‍🔬🔥

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