Vor welchen Herausforderungen Markenbildung im digitalen Raum steht, und was dabei wichtig ist, wurde vergangenen Donnerstag bei der Veranstaltung MeetCrossmedia von BurdaDirect in München diskutiert.

    Ein spannender Abend mit tollen Gastrednern erwartete die Gäste. In entspannter Atmosphäre erklärten unter anderem Stefan Mennerich und Leonie Hanne, worauf es zum Stichpunkt „Marke“ in ihren Fachgebieten ankommt.

    Eröffnet wurde der Abend durch Michael Rohowski, Geschäftsführer von BurdaDirect und Stefan Mennerich, der Direktor neue Medien, Medienrechte und IT des FC Bayern. Der digitale Medien Experte berichtet, dass auch eine traditionelle Marke wie der Fußballverein nicht ohne Digitalisierung wachsen kann.  Dabei betonte er aber, dass Authentizität und der Charakter ein absolutes Muss sind. Deswegen gibt der Verein Social Media auch nicht aus der Hand, und betreut sämtliche Aktivitäten inhouse.

    Marke„Auf Gerüchte geht man am besten gar nicht ein“, riet Stefan Mennerich auf die Frage, wie man mit solchen umgehen sollte. „Das würde eine Todesspirale in Gang setzten“, witzelte er, allerdings mit ernstem Unterton. Und auch sonst achtet der Verein darauf, dass keine Fehlinformationen oder zu intime Infos aus dem Mannschaftsumfeld gepostet werden. So gibt es die Regel für die Spieler, nichts aus der Kabine zu posten.

    Digitale Kanäle öffnen mehr Möglichkeit

    Authentizität ist umso wichtiger, wenn die Marke eine Person ist, bestätigt Leonie Hanne. Die Influencerin betreibt den Mode- und Reiseblog „ohhcouture.com“. Zusammen mit ihrem Manager und Freund Alexander Galievsky sprach sie über ihre eigenen Erfahrungen mit Instagram und den Kontakt zu ihren inzwischen 1,4 Millionen Fans.

    Sie promotet nur Produkte, die ihr persönlich gefallen und die zu ihrer eigenen „Story“ passen. Denn für die Influencerin gehört es dazu, eine Geschichte um die Marke oder das Produkt zu kreieren, die sich mit ihrer eigenen ergänzt.

    Eine Marke ist mehr als Produktbeschreibung

    Der Stichpunkt „Storytelling“ ist zur Markenbildung unverzichtbar, das griff auch Dr. Jost Schwaner auf. Er präsentierte den Zuhörern gelungen den Best Case „Silkes Weinkeller“ anhand von Beispielen und eindrucksvollen  Grafiken. Der Director of Corporate Marketing and Branding bei Hubert Burda Media hob insbesondere hervor, dass Markenbildung ein ständiger und dynamischer Prozess ist.

     Von links nach rechts: Alexander Galievsky, Leonie Hanne, Manfred Ruf, Michael Rohowski, Dr. Jost Schwaner

    Von links nach rechts: Alexander Galievsky, Leonie Hanne, Manfred Ruf, Michael Rohowski, Dr. Jost Schwaner

    Nach drei spannenden Sessions war definitiv viel Redebedarf vorhanden und die Besucher tauschten sich in lockerer Atmosphäre aus. Eines war am Ende dieses Abends klar: Der digitale Raum ist ein spannendes und wechselhaftes Feld für Markenbildung, und wir haben noch lange nicht das Ende aller Möglichkeiten erreicht.

    Für alle die nicht dabei sein konnten, gibt es im folgenden Video nochmal einen Überblick des Abends.

     

    Fotos by flohagena.com