Erinnert sich jemand noch an „The Sixth Sense“? „Ich sehe tote Menschen“ und so weiter? Das ist häufig das Gefühl, welches sich breit macht, wenn wir Online-Shops und Facebook Ad Accounts betrachten: Verschenktes Potential. Überall.

    Grund genug vier Punkte niederzuschrieben, worauf du zu Beginn den Fokus bei einem Ecommerce-Setup richten solltest!

     

    Nicht in Schönheit sterben

     

    Ja, Visuals sind einer der wichtigste Faktoren für erfolgreiche Kampagnen. Trotzdem solltet du dich hierbei nicht zu sehr verkünsteln. Die Praxis zeigt, dass eine aufwendige Gestaltung nicht zwingend mit guter Performance gleichzusetzen ist. Erstelle lieber mehrere Varianten und entwickle den Bestperformer weiter.

    Nutze Splittests, wenn du statistisch aussagekräftige Ergebnisse zu unterschiedlichen Anzeigengestaltungen haben möchtest.

    Oder übergib gleich die volle Kontrolle an Facebook und lasse dir deine Anzeigen unter Verwendung der dynamischen Anzeigengestaltung erstellen. Hier gibst du Facebook eine Auswahl an Visuals, Texten und Headlines, die der Algorithmus dann nach Performance optimiert und aussteuert.

    Facebook_automatisierte_Anzeigen_2
    Noch einmal höher im Vergleich zu statischen Visuals ist der Hang zur Perfektion erfahrungsgemäß bei Videos.

    Doch auch hier muss es nicht immer das aufwändig produzierte Hochglanzvideo sein. Mit Slideshows oder dem Video Creation Kit bietet Facebook dir unkomplizierte Möglichkeiten aus Bildern Bewegtbild zu erstellen, die du auf jeden Fall testen solltest.

     

     

    BOFU* is King! (*Bottom of Funnel)

     

    Oft lautet die erste Frage bei der Bewerbung: „Wie bekomme ich mehr Traffic auf meine Seite?“. Genau das ist für den Start oft aber die falsche Frage. Denn meist benötigt ein Nutzer mehrere Kontaktpunkte bis er die gewünschte Aktion ausführt. Die Kontaktpunkte teilt der Begriff Funnel in seine drei Stufen Top of Funnel ToFu, Middle of Funnel (MiFu) und Bottom of Funnel (BoFu) ein, je nachdem wie nah der Nutzer z.B. dem Kaufabschluss ist. Vielmehr solltest du dich also zuerst fragen, wie du den bereits vorhandenen Traffic konvertierst.

    2_Facebook_CBO_Fehler_Voraussetzungen

    Retargeting ist hier das Zauberwort. Denn diese Nutzer kennen deine Marke bereits und müssen nicht mehr mit Awareness Kampagnen damit bekannt gemacht werden. Überlege dir für deinen Case also zuerst Strategien wie du die Nutzer zurück in den Funnel holst. Du kannst zum Beispiel Nutzer verschiedener Unterseiten, Produktkategorien oder auch Zeiträume, in welchen sie deine Webseite besucht haben, noch einmal ansprechen.
    Am besten steuerst du das Retargeting aber dynamisch aus. Dazu gleich mehr.

     

     

    Tracking, Tracking, Tracking!

     

    Performance Advertising setzt zwingend ein korrektes Tracking voraus!

    Dafür gibt es zwei gute Gründe. Zum einen solltest du nicht im Blindflug unterwegs sein und messen welche – im Idealfall erfolgreiche Auswirkungen – deine Maßnahmen haben. Dein Chef, Kunde oder du selbst wollen schließlich ja auch wissen und bewerten ob es sinnvoll ist weiter Budget zu investieren.
    Zum anderen benötigt der Facebook Algorithmus möglichst viele Daten um deine Anzeigen den Nutzern auszuliefern, die am wahrscheinlichsten deine gewünschte Conversion ausführen.

    Aber keine Bange: In den seltensten Fällen muss dafür heutzutage noch direkt am Quellcode selbst Hand angelegt werden. Nahezu alle gängigen Conten-Management- und Shop-Systeme haben Plugins, mit deren Hilfe die Integration deutlich einfacher wird. Die zweite Möglichkeit sind Tag Management Systeme wie der Google Tag Manager, in die du deinen Tracking Code hinterlegen kannst. Das erfordert zwar etwas technisches Verständnis, belohnt einen aber mit noch mehr Flexibilität.

     

     

    Schön dynamisch bleiben

     

    Die Königsdisziplin, die die beiden vorherigen Punkte vereint, verbirgt sich hinter dem formschönen Begriff Dynamic Product Ads (im folgenden DPA). Und jeder aber wirklich jeder, der seriös Facebook Advertising im Ecommerce betreiben will, MUSS sich mit diesem Begriff auseinandersetzen.
    Denn richtig eingerichtet bieten dir die DPA ein Anzeigenformat, das in vielen Fällen die Performance Deiner althergebrachten Kampagnen schlägt.

    Facebook_DPA_Zielgruppen_2

    Richtig eingerichtet umfassen DPAs zwei Bereiche.

    Zum einen das Tracking: Hier muss getracked werden wer sich eine Produktdetailseite anschaut, wer ein Produkt in den Warenkorb legt und schlussendlich wer ein Produkt kauft. Damit das Ganze dynamisch funktioniert, spielst du jeweils die ID des spezifischen Produktes und dessen Nettowarenwert an den Facebook Pixel zurück.

    Zum anderen benötigst du einen Produktkatalog, mit dem du Facebook die relevanten Informationen zu deinen Produkten zur Verfügung stellst.
    Hast du den technischen Part hinter dir und beide Elemente korrekt mit einander verknüpft, kannst (und solltest) du das Ziel Katalogverkäufe in deinen Ads nutzen.

    Hier stehen dir verschiedene Retargetingoptionen, Cross- und Upselling zur Verfügung. Du kannst dem Nutzer also völlig automatisiert z.B. sein angesehenen Produkte, Produkte der gleichen Kategorie oder ergänzende Produkte zu seinem bereits gekauften Produkt ausspielen.

    Während die Retargetingvariante der DPA oft zumindest aus dem Hörensagen bekannt ist, fliegt die Möglichkeit sie auch im Prospecting einzusetzen meistens unter dem Radar. Aber auch sie sollte in deinem Setup nicht fehlen, da sie den datengetriebenen Ansatz der DPA auch auf Neukunden überträgt.

    STEFAN LAMM

    Drei Worte die Stefan Lamm beschreiben? SOCIAL.MEDIA.NERD – Wenn einer Social Media Advertising wirklich verstanden hat, dann der Stefan. Als Verantwortlicher für den Bereich Facebook & Instagram, entwickelt er tagtäglich neue, innovative Ideen & Strategien für unsere Kunden. Ab und zu teilt er sein Wissen auch mal mit der Öffentlichkeit.

    KLAPPT'S?

    Falls nicht, melde dich doch einfach bei uns. Wir helfen dir gerne bei deinen Online Marketing Kampagnen. Egal ob Probleme beim Setup, suboptimale Performance oder technische Schwierigkeiten - Zusammen bekommen wir das 100% hin.

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