Das Facebook-Pixel ist für Advertiser eine feine Sache. Mit Hilfes des Pixel Codes kannst du auf zahlreiche essentielle Funktionen im Facebook Business Manager zugreifen. Ob Custom Conversion, Custom Audiences, Conversion Tracking oder Lookalike Audiences, ohne Pixel geht in puncto Facebook Advertising nicht besonders viel.

    Gerade Neueinsteiger haben häufig Schwierigkeiten den sagenumwobenen Facebook-Pixel auf ihrer Seite zu integrieren. Du kannst aber beruhigt sein, der Einbau ist alles andere als kompliziert. Man muss nur wissen wie es geht.

    In diesem Workshop lernst du, wie du das Facebook-Pixel auf allen Seiten integrierst und wie du mit verschiedenen Events Conversions zählen kannst.

    Alles was du dafür benötigst, ist ein funktionsfähiger Google Tag Manager, ein aktiver Facebook Ad Account und circa 30 Minuten Zeit.

    Du weißt nicht was der Google Tag Manager ist? Erklären wir dir gern.

    Beim sogenannten GTM handelt es sich um ein Container System für Webseiten. Die Container ermöglichen es dir, Code (zum Beispiel Tracking-Pixel) auf deiner Website einzubauen, ohne den Quellcode abändern zu müssen. Lediglich ein kleines Javascript-Snippet muss auf deiner Seite hinterlegt werden und du kannst den Tag Manager im vollem Umfang nutzen.

    Einen GTM-Account kannst du dir hier erstellen: Google Tag Manager

    Deiner Webseite wird eine sogenannte Container ID zugewiesen. Mit Hilfe der ID erkennt Google, dass der richtige Container auf deiner Seite hinterlegt wurde. Das ganze ist wie folgt aufgebaut:

     

    Grundlegende Funktionen des Google Tag Managers
    SCHRITT 0: Facebook-Pixel erstellen
    SCHRITT 1: Facebook Pixel auf allen Seiten integrieren
    SCHRITT 2: Facebook-Pixel Events mit Hilfe von Triggern einbauen
    SCHRITT 3: Vorschaumodus & Container veröffentlichen

     

    Du hast noch keinen Google Tag Manager auf deiner Seite verbaut?

    Auch nicht so dramatisch. So ziemlich jedes CMS-System und jedes Shopsystem bietet Plugins an, die eine GTM Integration ohne viel Schnick Schnack ermöglichen. In den meisten Fällen musst du nur deine Container ID hinterlegen und das Plugin erstellt alle notwendigen Javascript Codes für dich.

    Sollte der seltene Fall eintreten, dass es für deine Webseite kein Plugin gibt, kannst du das Code-Snippet auch händisch in deinen Quellcodes kopieren. Eine Anleitung findest du hier: GTM-Container installieren

    So! GTM läuft, los geht’s mit der Pixel-Integration.

     

    Grundlegende Funktionen des Google Tag Managers

     

    Okay, bevor es richtig losgeht, sollten wir vielleicht doch kurz die grundlegenden Elemente des GTMs erklären.

    Es gibt drei grundlegende Elemente: Tags, Trigger und Variablen

     

    Tags – Ein Tag enthält den gewünschten Code. In unserem Fall also den Facebook Pixel Code.

    Trigger – Trigger definieren, unter welchen Bedingungen Tags ausgelöst werden sollen.

    Variablen – Mit Variablen kannst du deinem Tag variable Kennzahlen wie Preis, Artikelnummer oder Produktart übergeben.

     

    Kurz gefasst: Tags werden durch Trigger ausgelöst. Variablen befüllen Tags und Trigger, um bestimmte Daten zu übertragen.

    GTM Funktionsweise

     

    SCHRITT 0: Facebook-Pixel erstellen

     

    Um ein Pixel einbauen zu können, müssen wir zuerst ein Pixel haben. Das Facebook Basis-Pixel kannst du dir schnell und einfach einrichten.

    Navigiere im Business-Manager zum Menüpunkt “Unternehmenseinstellungen”. Über das Untermenü “Datenquellen” kannst du den Punkt “Pixel” auswählen.

    Klickst du auf “hinzufügen” kannst du ein neues Pixel erstellen. Zur besseren Übersicht deines Facebook Trackings, solltest du deinem Pixel einen sinnvollen Namen geben.

    Im nächste Schritt kannst du mit der Einrichtung des Facebook-Pixels beginnen. An diesem Punkt gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder du Integrierst den Pixel mit Hilfe der Partner Plattformen oder du baust das Ganze manuell ein.

    Da wir was lernen wollen, wählen wir den Punkt “Führe die manuelle Installation des Pixel-Codes selbst durch” aus.

    Im geöffneten Pop-Up Fenster findest du unter Schritt 2 ein Code-Snippet, welches in etwa so aussehen sollte:

     

    SCHRITT 1: Facebook Pixel auf allen Seiten integrieren

     

    Die grundlegende Funktionsweise des Facebook-Pixels ist, dass der Basis-Pixel auf allen zu trackenden Seiten eingebaut wird. Wichtige Seiten wie Produktdetailseiten, Warenkorb oder Danke-Seite werden zusätzlich mit Events erweitert, um entsprechende Aufrufe und Conversions zu messen.

    Zuerst sollten wir den oben generierten Code auf allen Seiten integrieren. Gehe  dafür in den Google Tag Manager und wähle den Container für deine Seite aus.

    Als erstes erstellen wir einen neuen Tag. Wähle im Menü links den entsprechenden Punkt aus und klicke auf “neu”

    Im jetzt geöffneten Fenster kannst du deinen Tag konfigurieren, einen Trigger auswählen und einen Namen vergeben. Theoretisch kannst du das Pixel nennen wie du willst, eine einheitliche Benennung verschafft dir später jedoch einen deutlich besseren Überblick.

    Klicke auf das Feld “Tag-Konfiguration” um einen Tag-Typen zu wählen. Für zahlreiche Google-Dienstleistungen bietet der GTM bereits vorkonfigurierte Tags. Da Facebook und Google tendenziell nicht immer am selben Strang ziehen, bleibt uns diese Funktion verwehrt und wir wählen den Punkt “Benutzerdefiniertes HTML” aus.

    Kopiere den Facebook-Code in die Eingabefläche.

    Jetzt müssen wir noch einen Trigger erstellen, der festlegt, wann der Tag ausgelöst wird. Klicke auf Trigger und dann auf das blaue Plus-Symbol.

    Gib deinem Trigger einen sinnvollen Namen und klicke auf “Triggerkonfiguration”. Als Trigger-Typ wählen wir Seitenaufruf, da wir das Pixel immer wenn eine Seite geladen wird, aufrufen möchten.

    Die Option “Alle Seitenaufrufe” lassen wir ausgewählt, da wir das Pixel ja auf allen Seiten laden möchten.

    Mit “Speichern” kommst du zurück in die ursprüngliche Auswahl. Das Ganze sollte jetzt so aussehen:

     

    Noch ein letztes Mal speichern klicken und fertig ist das Basis-Pixel.

     

    SCHRITT 2: Facebook-Pixel Events mit Hilfe von Triggern einbauen

     

    Damit du mit dem Facebook-Pixel auch Conversions messen kannst, musst du auf den entsprechenden Seiten Pixel-Events hinterlegen.

    Klassische Anwendungsbeispiele wären das Zählen von Käufen oder von Leads. Einen Event-Code bekommst du, indem du im Business Manager auf den Menüpunkt “Events-Manager” gehst.

    Klickst du auf “Neues Event einrichten”, werden dir diverse vorgefertigte Events angezeigt. Für standard Trackings sind diese voll ausreichend. Es besteht aber auch die Möglichkeit benutzerdefinierte Conversions beziehungsweise Custom Events einzurichten.

    Für unser Beispiel wollen wir, wie bereits erwähnt, Leads messen, die über ein Kontaktformular eingehen. Also wählen wir das entsprechende Event aus der Liste aus und kopieren den Quellcode.

    Gehe zurück zum GTM und erstelle ein neues benutzerdefiniertes HTML-Tag und kopiere den Event-Code die Eingabefläche:

    Damit das Event richtig funktioniert, müssen wir sicherstellen, dass das Facebook Basis-Pixel immer VOR dem Event geladen wird.

    Die Reihenfolge definierst du über den Menüpunkt Tag-Reihenfolge

    Jetzt müssen wir nur noch einen Trigger definieren und fertig ist das Event Tracking. Das Kontaktformular sollte so angelegt sein, dass der Nutzer nach dem Ausfüllen auf eine Danke-Seite weitergeleitet wird.

    Der Aufbau sieht so aus:

     

    Seite mit Kontaktformular – URL: beispielurl.de/landing-page

    ausfüllen des Formulars, leitet weiter auf

    Danke-Seite – URL: beispielurl.de/landing-page-danke

     

    Auf dieser Danke-Seite muss jetzt das Event ausgelöst werden, um eine Conversion zu zählen.

    Erstelle wie in Schritt 1 einen neuen Trigger des Typs “Seitenaufruf”. Nur wählen wir jetzt nicht “Alle Seitenaufrufe” aus, sondern “Einige Seitenaufrufe”.

    Mit Hilfe der Page URL kannst du definieren auf welcher Seite der Trigger auslösen soll.

    Dein Event ist jetzt komplett und dein Facebook-Pixel + Event-Tracking bereit für den Einsatz.

    Anmerkung: Der GTM hat noch zahlreiche weitere Trigger. So könntest du das Facebook-Event auch mit dem Klicken auf einen Absende-Button laden lassen. Da Klick-Trigger aber schon etwas fortgeschrittener sind und mehr Grundverständnis voraussetzen, werden sie im Rahmen dieses Workshops nicht behandelt.

     

    SCHRITT 3: Vorschaumodus & Container veröffentlichen

     

    Bevor du deinen veränderten GTM Container veröffentlichst, solltest du prüfen, ob alles richtig funktioniert. Dafür gibt es den Vorschaumodus.

    Klicke auf “in Vorschau ansehen” und öffne danach deine Webseite. Nicht erschrecken, den GTM Overlay sehen nur Menschen die im Tag Manager eingeloggt sind.

    Deine erste Seite sollte so aussehen, dass dein Basis Pixel bei den ausgelösten Tags zu finden ist, das Lead Event allerdings nicht.

     

    URL: beispielurl.de/landing-page

    Fülle dein Kontaktformular aus und lass dich auf deine Danke-Seite weiterleiten. Jetzt sollte auch das Lead-Event ausgelöst werden.

     

    URL: beispielurl.de/landing-page-danke

    Perfekt – Das Tracking funktioniert.

    Mit einem klick auf den “Senden” Button kannst du deine aktuelle Container Version veröffentlichen.

    Dein Tracking ist jetzt live. Fertig!

     

    Im zweiten Teil unseres Workshops wollen wir dir zeigen, wie du mit HIlfe von Variablen, dein Conversion-Tracking verbessern kannst.

    Der dritte Teil unseres Workshops beschäftigt sich mit der Einrichtung von dynamischen Retargeting.

     

    Coming soon: WORKSHOP Teil 2: Mit Variablen Warenkorb-Wert an Facebook übergeben

     

    Coming soon: WORKSHOP Teil 3: Dynamisches Retargeting einrichten

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