Immer mehr Werbetreibende nutzen die Werbemöglichkeiten von LinkedIn. Das Netzwerk entwickelt sich in dieser Hinsicht auch kontinuierlich weiter und bietet immer mehr Optionen. Neben neuen Werbeformaten und Targetings wurde nun auch der komplette Prozess des Kampagnen Setups angepasst.

Wir haben uns die Beta-Version einmal angeschaut und erklären dir, wie du deine Kampagnen von nun an aufsetzen kannst.

Das Zauberwort: Objective Based Advertising

Wie der Name schon sagt, liegt die Ausrichtung des neuen Setup Prozesses auf den Zielen, die mit der Kampagne verfolgt werden.

 

Das LinkedIn-Kampagnensetup:

Eine Step by Step Anleitung

Neben der zielorientierten Ausrichtung des neuen Setups ist auch der gesamte Prozess übersichtlicher geworden. Ihr könnt nun Schritt für Schritt vorgehen, um eure Kampagnen anzulegen. Wir haben uns das Ganze einmal angeschaut und erklären euch die einzelnen Steps im folgenden:

Step 1: Kampagnengruppe und Kampagnentitel festlegen

Bevor es losgeht, macht es definitiv Sinn deiner Kampagne einen Namen zu geben und auch die Kampagnengruppe auszuwählen, in der deine Kampagne laufen soll. Wird hier nichts ausgewählt, liegt die Kampagne automatisch in der „Default Campaign Group“ und als Titel wird der Zeitpunkt, sowie das ausgewählte Kampagnenziel übergeben. Der Titel lässt sich im Nachgang noch anpassen, aber Achtung: die Kampagnengruppe kann nicht mehr geändert werden. 

 

Step 2: Kampagnenziel festlegen

Als nächster Schritt wird das Kampagnenziel festgelegt. Unterschieden wird zwischen 3 Kategorien:

  • Awareness
  • Consideration
  • Conversions

Pro Kategorie gibt es dann nochmals Unterkategorien. Durch die Auswahl dieser, werden dann auch die möglichen Anzeigeformate festgelegt.

  • Awareness
  • Consideration
    • Webseitenbesucher
    • Engagement
    • Video Views
  • Conversions
    • Lead Generierung

Consideration ist beispielsweite nochmals in 3 Unterkategorien aufgeteilt. Ist das Ziel möglichst viel Traffic auf eine bestimmte Landingpage zu leiten, so bietet es sich an „Webseitenbesucher“ als Kampagnenziel festzulegen. Geht es eher darum das User Engagement zu stärken sollte man das Ziel „Engagement“ auswählen. Hier gibt es dann als mögliches Anzeigenformat auch das Carousel Ad.

Um ein Video ausspielen zu können, muss das Format Videoaufrufe gewählt werden. Zum einen hat man später nur so Zugriff auf das Anzeigenformat VideoAd und außerdem lässt sich nur auf diese Weise ein Gebot auf CPV-Basis einstellen. Dazu später aber noch mehr.

Aktuell läuft noch die Beta-Phase, daher lassen sich verschiedene Kampagnenziele noch nicht auswählen. Im Laufe des Jahres werden diese Auswahlmöglichkeiten aber auch verfügbar sein.

 

Step 3: Targeting auswählen

Ist das passende Kampagnenziel festgelegt, geht es weiter zur Zielgruppe. Auch wurde die Darstellung komplett überarbeitet. Wie bisher muss zuerst mindestens eine Location ausgewählt werden, in der die Anzeigen ausgespielt werden. Im Anschluss lassen sich die einzelnen Targeting-Attribute festlegen.

Neu ist die Möglichkeit über das Suchfeld direkt nach Merkmalen zu suchen. So werden alle Kriterien durchsucht und es lassen sich Kenntnisse, Jobbezeichnungen, Tätigkeitsbereiche usw. direkt auswählen.

Der herkömmliche Weg, sich durch die einzelnen Attribute zu klicken, ist natürlich nach wie vor möglich.

Eine Übersicht zu den verschiedenen Targeting-Kriterien findest du hier.

 

Step 4: Anzeigenformat auswählen

Je nach festgelegtem Kampagnenziel, werden dir nur die Anzeigenformate angezeigt, die zu diesem Ziel passen.

Es gilt nach wie vor: Wird ein Anzeigenformat für eine Kampagne festgelegt, lässt sich dieses im Nachgang nicht mehr ändern.

 

Step 5: Platzierung

Neben den Platzierungen auf LinkedIn selbst, kann zur Erweiterung der Reichweite, dass LinkedIn Audience Network ausgewählt werden. Dabei handelt es sich um ein Partner-Netzwerk, bestehend aus Webseiten und Apps, die LinkedIn Werbung anzeigen.

Um das Ganze besser steuern zu können, lassen sich bestimmte Kategorien ausschließen. Auch lassen sich einzelne Webseiten und Apps durch eine Blacklist blockieren.

 

Step 6: Budget und Zeitplan

Weiterhin können Tagesbudget, Gesamtbudget oder beides festgelegt werden. Auch der Gebotstyp lässt sich künftig auswählen. Es wird unterschieden zwischen automatischem Gebot oder Maximum Gebot.

Mit dem automatischen Gebot versucht der Algorithmus die maximalen Ergebnisse bei Einhaltung des Tagesbudgets zu erreichen. Das Maximal Gebot ermöglicht eine bessere Kontrolle über die Kosten. Man bezahlt nie mehr, als den eingestellten Höchstwert.

Je nach ausgewähltem Ziel lässt sich nun einstellen, auf welche Ziel-KPI das System optimieren soll. Eine weitere Änderung im Kampagnen-Setup ist die Performance Prognose. Je nach Budget, Zielgruppe, Werbeformat und Bid-Type, prognostiziert LinkedIn die zu erwartenden Ergebnisse.

Der betrachtete Zeitraum lässt sich auf 1 Tag, 7 oder 30 Tage einstellen. Die prognostizierten Ergebnisse basieren auf den Einstellungen in der Kampagne und Daten, die von anderen Werbetreibenden bereits aggregiert wurden.

Natürlich handelt es sich bei dieser Prognose nur um Schätzungen, aber sie gibt doch einen guten Anhaltspunkt.

 

Step 7: Conversion Tracking

Neu an dieser Stelle ist, dass man direkt im Kampagnen Setup das Conversion Tracking einrichten kann.

 

Step 8: Anzeigen einrichten

Jetzt können wir die Anzeigen für die Kampagne einrichten. Je nach Kampagnenziel, kannst du auf unterschiedliche Werbeformate zurückgreifen. Zusätzlich hast du die Möglichkeit, bereits erstellten Content für weitere Kampagnen zu verwenden.

 

Step 9: Anzeigenturnus einstellen

Bisher war diese Funktion immer unter „Gebot und Budget“ zu finden. Nun könnt ihr sie direkt bei den Anzeigen einstellen.

Zur Auswahl stehen nach wie vor zwei Möglichkeiten.

Leistung verbessern:

Zunächst werden die Impressions gleichmäßig auf alle Anzeigen in der Kampagne verteilt. Die Anzeigen mit der besten Leistung werden dann bevorzugt ausgespielt.

Gleichmäßiger Anzeigenturnus:

Bei dieser Option haben alle Anzeigen in der Kampagne die gleichen Chancen bei den Auktionen. Dabei konkurrieren die Anzeigen unabhängig ihrer Leistung um die Impressionen.

Wenn ihr alle Steps durchgegangen seid und die Anzeigen freigegeben sind, könnt ihr mit der Kampagne durchstarten.

 

Was halten wir vom neuen LinkedIn Advertising Setup?

Mit dem neuen Setup im LinkedIn Kampagnen Manager und dem zielorientierten Ansatz lassen sich die Kampagnen strukturierter denn je aufsetzen. Für die Steps 1-7 verbleibt man sogar auf einer Seite und kann ohne Probleme zwischen den einzelnen Schritten wechseln. Somit lassen sich alle Einstellungen schlüssig umsetzen und man kann sich selbst immer wieder überprüfen.

Features wie das Conversion Tracking wurden ebenfalls direkt in das neue Setup integriert, wodurch die Kampagenerstellung noch ein bisschen effizienter wird.

Wir finden das neue Setup durchaus plausibel und deutlich aufgeräumter als bisher und sind schon gespannt wann die weiteren Kampagnenziele ausgerollt werden.

 

Wie sind deine Erfahrungen mit dem neuen Kampagnen Setup bei LinkedIn?

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