Die ersten Assoziationen mit Pinterest sind oftmals: Deko, DYI und Kochrezepte. Doch jetzt betritt die Plattform endlich auch in Deutschland ein ganz neues Terrain: Sie öffnet ihre Bilderwelt für Werbetreibende und überzeugt dabei mit einer intuitiven Step-by-Step Vorgehensweise.

Für alle die schon mal Anzeigen auf anderen Social Media Plattformen geschaltet haben gilt Entwarnung: Der komplette Anzeigenmanager ähnelt stark dem von Facebook und liefert verschiedene Möglichkeiten Kampagnen zu erstellen.

Wenn du erfolgreich mit deinen Bildern werben willst, kommt hier die Anleitung. Dazu musst du zunächst eine „Anzeige erstellen“:

 

Schritt 1: Ziel & Kampagnen Details

 

Was ist dein Ziel?

Zuerst muss dein Kampagnenziel ausgewählt werden: Dabei wird unterschieden ob die Bekanntheit (Markenbekanntheit oder Videoaufrufe) oder die Erwägung  (Traffic oder App Installation) gesteigert werden sollen.

Wir haben uns hier für Traffic entschieden, um Websiteaufrufe zu generieren.

pinterest kampagne erstellen ziel festlegen

Kampagnendetails

Danach solltest du deine Kampagne benennen, einen Kampagnenzeitrahmen sowie das Budget festlegen. Wir empfehlen dir immer den Haken bei „Kampagne pausieren“ zu setzen. So verhinderst

du, dass schon während der Kampagnenerstellung Geld ausgegeben wird. Du kannst die Kampagne auf aktiv stellen, sobald du mit dem Setup zufrieden bist.

 

Schritt 2: Die Anzeigengruppe

 

Im nächsten Schritt geht es um die Erstellung deiner Anzeigengruppen – also deiner Zielgruppen. Eine einheitliche Benennung der Anzeigengruppen hilft dir später den Überblick zu behalten. Fürs Erste reicht es auch schon den Inhalt der Zielgruppe zu nennen. Alles ist besser als „Anzeigengruppe 1“.

Hier beispielsweise für die Zielgruppe mit dem Interessengebiet „Dekoideen“.

 

Targetings

Als nächstes folgt der entscheidende Schritt. Im Idealfall hast du bereits im Vorfeld deine Zielgruppe schon recherchiert und festgelegt. Pinterest bietet dir verschiedene Möglichkeiten, um diese dann bestmöglich zu erreichen.

Folgende Auswahlmöglichkeiten hast du, um deine Zielgruppe zu differenzieren:

  • Geschlechterspezifische Auswahl
  • Altersgruppen (jedoch bis lang nur für die USA)
  • Standort und Sprache
  • Gerätebasiert

Zusätzlich bietet Pinterest die Möglichkeit Nutzer nach bestimmten Interessensgebieten anzusprechen. So könnte die Auswahl für das Interessengebiet „Dekoideen“ aussehen:

Ebenso gibt es die Option Nutzer anzusprechen, die spezielle Keywords eingeben. Pinterest empfiehlt hier ein Minimum von 25 Schlüsselbegriffen festzulegen. Umgekehrt bietet Pinterest die Möglichkeit Keywords auszuschließen. 

Außerdem ermöglicht Pinterest auch das Erstellen von eigenen Zielgruppen:

  • Websitebesucher
  • Hochgeladene Kundenliste
  • Zielgruppe auf Basis von Interaktionen mit deinen Pins
  • ActAlike-Zielgruppe, die gleiche Verhaltensmuster wie deine Zielgruppe aufweist

Wenn du beispielsweise die Personen erreichen möchtest, die in den letzten 180 Tagen deine Website besucht haben, wählst du zunächst den ersten Punkt aus. Anschließend öffnet sich ein Tab und du kannst deine Daten eingeben. Dazu ist es unerlässlich, dass du auf deiner Website den Pinterest-Tag eingebaut hast. Das Pinterest Tag funktioniert ähnlich wie andere Tracking-Pixel und übermittelt Nutzerdaten an Pinterest.

Mit Hilfe von Filtern kannst du auswählen, welche Seite deine Zielgruppe zuvor besucht haben soll. Diese Funktion ist vor allem dann hilfreich, wenn deine Ausgangszielgruppe sehr groß ist und du diese noch etwas einschränken willst. Hier im Beispiel der Besuch unserer Unternehmenswebsite directinteractive.de innerhalb der letzten 180 Tage.

Beim Festlegen der Zielgruppe zeigt Pinterest parallel immer die zu erreichende Zielgruppe an. Natürlich kannst du nach Erstellung der Kampagne noch weitere Zielgruppen hinzufügen, um deine Targeting Strategie weiter auszubauen.

Zusätzlich lässt sich die Platzierung der Anzeigen wählen:

 

Fertigstellen der Anzeigengruppe

Anschließend kannst du für jede Anzeigengruppe individuelle Budgets und Laufzeiten festlegen. Zudem muss ein maximaler CPC festgelegt werden. Pinterest hilft hier mit einer Einschätzung, ob das angestrebte CPC-Gebot in Abhängigkeit zum Setup niedrig, hoch oder gut ist.

 

Schritt 3: Die Anzeige

 

Beworben werden können bereits bestehende Pins oder solche, die neu erstellt werden. Auf den ersten Blick lassen sich deine bestehenden Pins auswählen. Wenn du allerdings noch keinen Pin erstellt hast, den du bewerben möchtest, ist das der erste Schritt.

Dafür klickst du auf „Pin erstellen“ und es öffnet sich ein Fenster, welches dir die Möglichkeit gibt ein Bild hinzuzufügen. Du kannst auch einfach nur deine URL angeben und Pinterest scannt deine Seite nach brauchbarem Bildmaterial.  Dann hinterlegst du noch einen Titel sowie einen kurzen Text für deinen Pin.

Ist dein Kampagnen Ziel „Trafficsteigerung“, musst du dem Pin noch eine Landing-Page URL hinzufügen. Zudem ist es erforderlich, dass du diesen Pin einer Pinnwand hinzufügst. 

Abschließend kannst du deine Kampagne noch einmal überprüfen und dann starten.

Pinterest eröffnet mit den Ads ein ganz neues Werbeformat, in einem Umfeld, das bislang rein für organischen Traffic genutzt wurde. Durch die Verwendung von gutem Bildmaterial können die Interessen des Nutzers gezielt in den Ads angesprochen werden und von diesem als Mehrwert empfunden werden. Pinterest Ads stehen noch am Anfang. Das erklärt, warum einige grundlegenden Funktionen noch nicht in Deutschland implementiert wurden. Der ein oder andere kleine Bug läuft einem auch noch über den Weg. Insgesamt ist das Pinterest Kampagnen Setup jedoch eine schöne und intuitive Sache.

 

Schaltest du schon Kampagnen auf Pinterest?

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