Im Beitrag “Google Ads Automatisieren – 5 Möglichkeiten für effektiveres Kampagnen Management“ haben wir ja schon als fünften Tipp das Google Data Studio genannt. Wer den Artikel noch nicht gelesen hat, sollte das an dieser Stelle schleunigst nachholen.

Um auch diejenigen abzuholen, die ihn noch nicht gelesen haben hier ein kleiner Einblick in die Problematik:

Täglich, wöchentlich, monatlich werden Reportings angefragt. Natürlich könnte man jetzt einen Praktikanten anstellen, der jeden Tag die Daten zieht und aufwendig in Excel anpasst und daraus Grafiken bastelt. Man könnte sich das Leben aber auch leicht machen und Google Data Studio nutzen.

Das Data Studio ist eine Dashboard Lösung von Google. Durch die Verknüpfung von unterschiedlichen Datenquellen (Google Analytics, Google Ads, Google Docs, uvm.) hast du die Möglichkeit Daten zu visualisieren und umfangreiche Reportings zu erstellen. Der Clou ist, dass sich deine Reports automatisch aktualisieren und der Betrachter das zu betrachtende Zeitfenster frei wählen kann.

Mit Hilfe von Tools wie Supermetrics kannst du auch Werbeplattformen, die nicht im Google Universum angesiedelt sind, verbinden. So kannst du ein Cross-Channel Reporting für fast alle Werbekanäle erstellen.

Warum wir von Data Studio überzeugt sind? Wir haben fast zwei Jahre Reporting-Tools getestet, um Dashboards zu erstellen und keines konnte annähernd das leisten, was Data Studio bietet.

Falls du immer noch nicht überzeugt bist, dann kommt hier eine kleine Anleitung, wie du ein Google Ads Dashboard in Data Studio anlegen kannst. Probiere es doch einfach einmal aus. Danken kannst du uns dann später.

 

 

Schritt 1: Datenquellen verbinden

 

Wenn du im Data Studio bist und einen neuen Bericht erstellen willst, gehst du wie folgt vor:

Erst einmal einen neuen Bericht hinzufügen. Dann sollte sich bei dir ein leeres Blatt öffnen.

Anschließend musst du eine Datenquelle verbinden. Das heißt du musst festlegen, aus welchem Google Ads Account sich Data Studio die Daten ziehen soll. Dazu kannst du unten rechts auf „Neue Datenquelle erstellen“ klicken. Falls du das schon einmal gemacht hast, kannst du auch vorhandene Datenquellen auswählen (wie hier im Beispiel die Samples).

Data Studio zeigt jetzt schon direkt alle Google Connectoren an. Da wir ein Reporting für deine Google Ads Kampagne erstellen wollen, wählen wir dies auch als Connector aus.

Als nächstes musst du den Zugriff autorisieren und das konkrete Konto auswählen, für welches du ein Reporting erstellen möchtest. Mit einem Klick auf „verbinden“ schließt du den Prozess ab.

Ganz wichtig hierbei: Benenne deine Datenquelle oben links direkt! Also beispielsweise: „Daten_Google_Ads_Konto_xyz“. Ansonsten hast du später, wenn du mehrere Datenquellen verwendest das Problem, dass du nicht mehr weißt, welche Datenquelle zu welchem Konto gehört.

 

Schritt 2: Reporting erstellen

 

Wenn du alles angeschlossen hast, solltest du eine blanko Seite angezeigt bekommen. Auf dieser Seite kannst du dein Reporting erstellen. Vielleicht hast du dir schon im Vorfeld überlegt wie das Reporting aussehen soll, beispielsweise ob du zum Vergleich eine Tabelle mit einzelnen Metriken einfügen möchtest oder ob du Grafiken zur besseren Übersicht bevorzugst. Hier gibt es kein richtig oder falsch, meistens muss man verschiedene Diagramme ausprobieren, bis das Reporting perfekt ist.

Anmerkung: Data Studio bietet auch fertige Dashboards an. Da diese jedoch nach dem Ansatz, mit Kanonen auf Spatzen geschossen angelegt wurden, würden wir sie eher als Quelle der Inspiration bezeichnen und von der Verwendung als Vorlage abraten.

Grundsätzlich kannst du die Reportingseite über einen einfachen Klick größentechnisch anpassen. Falls du also während des Erstellens merkst, dass dir der vorgegebene Platz nicht ausreicht, kannst du die Seite sowohl verlängern, als auch verbreitern.

Dein erstes Reporting kannst du beginnen indem du zunächst dein Logo einfügst. Dazu klickst du in der Leiste auf das Bild-Symbol und wählst es von deinem PC aus und platzierst es anschließend. 

Damit dein Reporting auch eine Zeitdimension bekommt, empfiehlt es sich ein Zeitraum-Widget einzufügen. So kannst du später den gewünschten Zeitraum auswählen und alle deine Diagramme und Tabellen auf dieser Seite passen sich entsprechend an. Den Zeitraum kannst du übrigens jederzeit ändern und individuell anpassen.

 

Schritt 3: Tabellen und Filter

 

Jetzt wo das „Gerüst“ für dein Dashboard steht, geht es darum, die für dich passenden Diagramme einzufügen. Data Studio liefert dabei eine große Auswahl. Zum Vergleich von verschiedenen Kampagnen hinsichtlich unterschiedlicher KPIs sind Tabellen zu empfehlen. Um Entwicklung von beispielsweise CPC, CPO, Kosten oder Umsatz aufzuzeigen, sind Diagramme wie „Zeitreihen“ oder „Balkendiagramme“ gut geeignet.

Wenn du dich wie wir erst einmal für eine Tabelle entscheidest, zieht Data Studio in Echtzeit die Daten und gibt zunächst eine Tabelle mit nur einer Kennzahl aus.

Als nächstes kannst du die Tabelle anpassen. Wenn du auf die Tabelle klickst, öffnet sich rechts das folgende Fenster mit allen zur Verfügung stehenden Metriken.

Per Drag und Drop lassen sich so verschiedene Messwerte hinzufügen. Auch die Dimension kann hier geändert werden, falls die Tabelle nicht nach Kampagnen aufgesplittet sein soll.

Du kannst hier auch die Sortierung hinzufügen, beispielsweise absteigend nach der Anzahl der Klicks. Empfehlenswert ist es auch eine Gesamtsumme hinzuzufügen. Diese wird dann am Ende der Tabelle in gefetteten Buchstaben dargestellt.  

Du kannst auch die einzelnen Metriken anpassen. Beispielsweise kann es sein, dass „Währungs-Werte“ nicht als solche erkannt werden. Daher muss die Metrik dann noch von „Zahl“ auf „Währung“ umgestellt werden. Zusätzlich können auch andere Namen für die Metriken vergeben werden.

Wichtig ist auch, dass du den Zeitraum auf „automatisch“ einstellst, denn nur so bezieht sich der Zeitraum auf das vorab definierte Zeitfenster.

Möchtest du nur einen Teil deiner Daten darstellen, kannst du deiner Tabelle Filter hinzufügen. Die Filter müssen individuell erstellt werden. Das ist sehr intuitiv und wenn du deine Kampagnen kennst auch schnell gemacht. (Kleiner Tipp am Rande: Naming ist alles, um anschließend vernünftig filtern zu können!) Typische Anwendungsbeispiele für Filter sind:

  • Top-Performer Keywords identifizieren
  • Suchbegriffe mit hohem Suchvolumen finden
  • Brand Kampagnen von Non-Brand Kampagnen trennen

 

Willst du beispielsweise nur deine Brand-Kampagnen angezeigt bekommen, dann benennst du diesen Filter danach und gibst an, dass die anzuzeigenden Kampagnen „Brand“ im Namen enthalten müssen.  Das Ganze setzt natürlich voraus, dass dein Google Ad Account eine einheitliche Naming-Struktur hat. Nach Label kann man nämlich leider noch nicht filtern.

Auf die gleiche Art und Weise kannst du Kampagnen ausschließen oder weiter eingrenzen, indem du eine weitere „Und-“ bzw. „Oder-Funktion“ hinzufügt.

Wenn du den Filter gespeichert hast kannst du ihn zukünftig auch auf andere Diagramme und Tabellen anwenden. Super praktisch also!

 

Schritt 4: Diagramme

 

Möchtest du dir beispielsweise die Entwicklung deiner Klickzahlen über das Jahr hinweg anzeigen lassen, kannst du ein Zeitreihendiagramm einfügen. Hier hast du verschiedene Möglichkeiten zeitliche Dimensionen zu wählen. Wenn du schon länger Werbung schaltest, macht es durchaus Sinn sich die Entwicklung der Kennzahlen über das Jahr hinweg anzusehen.   

Google bietet zahlreiche Diagramm Arten.

  • Tabellen
  • Einzelkennzahlen
  • Zeitreihen
  • Balkendiagramme
  • Kreisdiagramme
  • Landkarten
  • Liniendiagramme
  • Flächendiagramme
  • Streudiagramme
  • Pivot-Tabellen
  • Bullet-Diagramme

 

Die Visualisierung durch ein Balkendiagramm eignet sich beispielsweise gut, um Vergleiche aufzuzeigen. So kannst du leicht sehen, welche Kampagne den höchsten Umsatz gemacht hat oder welche die meisten Klicks erzielte.

 Mit einem einzelnen Klick kannst du zusätzlich einen zeitlichen Vergleich hinzufügen

Optisch ist ein Diagramm natürlich immer ansprechender als eine Tabelle, da man auf einen Blick sieht wie sich eine Kennzahl entwickelt hat. Diagramme sollten daher in keinem Dashboard fehlen.

Jetzt kennst du alle Grundfunktionen. Gar nicht so schwer oder? So könnte dein Dashboard mit ein bisschen Übung aussehen:

Wenn dein Dashboard fertig ist kannst du es auch mit anderen teilen. Entweder gibst du es für eine bestimmte Person frei oder du verschickst einen Link, sodass der Bericht geöffnet und angeschaut werden kann.

Data Studio ist uns eine große Hilfe und Erleichterung im täglichen Arbeitsalltag. Daten in Echtzeit abrufen zu können und das über mehrere Kanäle hinweg ist ein echter Gewinn. Zu Beginn reichen dir sicher die Basics und wenn du dich etwas reingefuchst hast wirst du schnell ein richtiger Data Studio Profi, denn die Handhabung ist wirklich intuitiv!

 

Welche Erfahrungen hast du bis jetzt mit dem Google Data Studio gemacht?

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