google-shopping-anzeigen

    Google Shopping ist heutzutage in aller Munde und kaum ein seriöses E-Commerce Unternehmen verzichtet auf das conversionstarke Anzeigenformat im Advertising-Mix. 

    Die Steuerung und Optimierung von Google Shopping Kampagnen ist dabei alles andere als selbsterklärend. Für große Fragezeichen sorgt vor allem die Tatsache, dass – im Gegenteil zu klassischen Suchanzeigen – Google Shopping ohne buchbare Keywords funktioniert. 

    „Die Ausspielung von Google Shopping Anzeigen erfolgt auf Basis der im Produktdatenfeed enthaltenen Informationen“, dieses Zitat der Google-Supportseite erklärt zwar wie die Ausspielung erfolgt, betrachtet man jedoch die kryptische Darstellung des Produktdatenfeeds, wird bei den wenigsten das Fragezeichen kleiner. 

    Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass vor allem im Bereich der KMU die Umsetzung einer sinnvollen Google Shopping Strategie oft am fehlenden Verständnis für die Materie scheitert. Zeit für ein umfangreiches Google Shopping Tutorial.

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    In diesem Beitrag möchten wir Schritt für Schritt erklären, wie du deine erste Google Shopping Kampagne erstellen kannst und wie diese sinnvoll strukturiert und optimiert wird.

     

    TEIL I: Produktdatenfeed / Produktdatenexport

    TEIL II: Das Google Merchant Center einrichten

    TEIL III: Deine erste Google Shopping Kampagne erstellen

    TEIL IV: Google Shopping optimieren – So steigt die Conversion Rate

    EXKURS I: Showcase-Ads – Google Shopping für den Upper-Funnel

    EXKURS II: Automatisierte Smart Shopping Kampagnen

     

    Damit du überhaupt mit Google Shopping loslegen kannst, müssen einige technische Grundvoraussetzungen erfüllt werden.

     

    Technische Grundvoraussetzungen

     

    Für den Start deiner ersten Google Shopping Kampagne benötigst du die folgenden vier Dinge:

     

    • Produktdatenfeed / Produktdatenexport
    • Google Merchant Center
    • Google Ads Konto
    • Funktionierendes Conversion-Tracking

     

    Wichtig ist auch zu erwähnen, dass Google Shopping nicht für Händler verfügbar ist, die ausschließlich im B2B Bereich unterwegs sind. Die Kombination aus B2C und B2B stellt jedoch kein Problem dar.

      

     

    TEIL I: Produktdatenfeed / Produktdatenexport 

     

    Ich mach es kurz: Der wichtigste Bestandteil der Google Shopping Maschinerie ist der Produktdatenfeed! Warum? Wie bereits erwähnt, geschieht die Ausspielung von Shopping-Anzeigen nicht mit Hilfe von buchbaren Keywords. Google analysiert die im Produktdatenfeed enthaltenen Informationen und evaluiert bei welchen Suchanfragen eine Produktanzeige ausgespielt wird. Die Qualität der hinterlegten Informationen ist daher maßgeblich für den Erfolg von Google Shopping Kampagnen verantwortlich. 

    Im Produktdatenfeed müssen alle für potenzielle Kunden relevanten Informationen enthalten sein.

     

    1.1 Produktdatenfeed? Was ist das überhaupt? 

     

    Der Produktdatenfeed, auch bekannt als Produktdatenexport, Datenfeed oder kurz Feed, ist ein Dateiexport aus deinem Shopsystem, welcher eine beliebige Anzahl an Produkten aus deinem Sortiment, inklusive der jeweiligen Produkteigenschaften, enthält. Die gängigsten Dateiformate sind TXT, CSV und XLS. 

    Und was steht da so drin? 

    Damit ein Produktdatenfeed für Google-Shopping verwendet werden kann, gibt es diverse Pflichtfelder, die befüllt werden müssen. Dazu gehören folgende Informationen:

    • ID: Eindeutige Kennung eines Produktes
    • Titel: Der Name des Artikels
    • Beschreibung: Die Beschreibung des jeweiligen Artikels
    • Link: Zielseite des Artikels
    • Bildlink: Die URL zum Hauptbild Ihres Produktes
    • Verfügbarkeit: Lagerstatus des Produktes
    • Preis: Preis ohne Versandkosten
    • Produkt Kategorie: Google hat eine eigene Taxonomie um Produkte zu kategorisieren. 
    • Brand: Die Marke deines Produktes
    • GTIN: Die Global Trade Item Number des Artikels
    • MPN: Manufacturer’s Part Number. Falls deine Produkte keine GTIN 

    haben kannst du wahlweise auch die MPN hinterlegten. Wichtig ist, dass deine Produkte eindeutig identifizierbar sind

    • Zustand: Der Gebrauchszustand deines Artikels

    Sind diese Felder alle vorhanden, könntest du den nächsten Punkt theoretisch überspringen…. aber HALT STOP! 

    Wie sagt man so schön: Viel hilft viel. Es gibt neben den Pflichtfeldern weitere, optionale Informationen, die du befüllen kannst, um deinen Datenfeed zu verbessern.

    • Zusätzliche Bild-URLs: Zeige dein Produkt aus unterschiedlichen Perspektiven oder     wichtige Detailaufnahmen
    • Verfügbarkeitsdatum: Datum ab dem ein Artikel wieder lieferbar ist
    • Sonderangebotspreis
    • Sonderangebots-Zeitraum
    • Gewicht
    • Farbe
    • Material
    • ….

    Unter folgendem Link kannst du dir im Detail durchlesen, welche Felder es gibt, wie diese befüllt werden müssen und ob sie erforderlich oder optional sind: Google Shopping Feed Specs

    Zusätzlich kann es nie schaden sich sich zu informieren, was im Bereich Google Shopping überhaupt erlaubt ist und was nicht: Google Shopping Richtlinen

    Wo bekomm ich so ein Feed-Dings her und wie sorge ich dafür, dass alles richtig befüllt ist? 

    Theoretisch ist das ganz einfach. Du erstellst eine Excel-Tabelle die so, oder so ähnlich aussieht und befüllst die einzelnen Zeilen mit den jeweiligen Produktinformationen:

    produktdatenfeed-beispiel

    Wer jetzt die Augenbrauen nach oben zieht, hat schon relativ gut erkannt, dass das Ganze ab einer bestimmten Anzahl an Produkten sehr mühselig, zeitaufwendig und fehleranfällig wird. 

    Hinzu kommt, dass sich Änderungen am Produkt nicht automatisch auf eine statische Produktdatenfeed-Tabelle übertragen. Das wird vor allem dann problematisch, wenn sich Preis oder Verfügbarkeit ändern. Stellt Google hier regelmäßige Diskrepanzen fest, wird dir ohne große Vorwarnung das Merchant Center gesperrt und deine Shopping-Kampagnen funktionieren nicht mehr.

    Es wäre doch viel praktischer, wenn sich der Produktdatenfeed automatisch auf Basis der im Onlineshop hinterlegten Informationen selbst zusammenstellt, das Ganze sich in regelmäßigen Abstände aktualisiert und über eine URL online abrufbar ist, oder? 

    Dieser Teil von Google Shopping ist sehr technisch und die Lösung ist für jedes Shopsystem anders. 

    Verwendest du beispielsweise Shopware, kannst du dir im Backend einen Datenfeed einfach selber zusammenklicken und für deine spezifische Produktpalette anpassen: Shopware Produtexport

    Bei Shopsystemen wie Magento, Shopify, Oxid und auch Shopware besteht die Möglichkeit Erweiterungen zu installieren, die die Erstellung der Produktdatenfeeds für dich übernehmen.

    Im Vergleich haben Shopbetreiber, die ein individuelles Shopsystem verwenden, die meiste Arbeit, da es hier keine vorgefertigten out-of-the-box Lösungen gibt. Hier hilft nur der Gang zum Entwickler des Vertrauens. 

    Im Idealfall hast du am Ende des ganzen Prozederes eine URL die in etwa so aussieht, „https://www.deinshop.de/feeds/export/google_feed.csv“ und bei Abruf den Download deines Datenfeeds initiiert.

     

     

    TEIL II: Das Google Merchant Center einrichten

     

    Der nächste Punkt auf der Liste der Grundvoraussetzungen ist ein aktives Google Merchant Center. Hier werden notwendige Validierungsschritte durchgeführt, Produkte auf Korrektheit geprüft und grundlegende Einstellungen festgelegt. Konkret wird folgendes geprüft:

    • Bist du berechtigt für eine Webseite Google Shopping Kampagnen zu schalten?
    • Sind die von dir eingereichten Produkte korrekt und für Google Shopping zulässig?
    • Welche Fehler enthält dein Feed?

    Die Erstellung und Einrichtung ist kein Hexenwerk, folge einfach den unten beschriebenen Schritten und dein Merchant Center sollte innerhalb kürzester Zeit funktionstüchtig sein.

     

    2.1 Erstellung eines Google Merchant Center Konto

     

    1. Die Google Merchant Center Seite öffnen.
    2. Mit einem Klick auf den Button „Registrieren“ startest du die Accounterstellung.
    google merchant center erstellen

    3. Wie bei allen Google-Services wird ein gültiger Google-Account für die Anmeldung vorausgesetzt. Nach dem Login erfolgt die Abfrage von grundlegend Informationen:

    google_merchant_center_setup_1

    4. Im letzten Schritt muss deine Webseite noch bestätigt werden, um zu prüfen ob du berechtigt bist für die angegebene Webseite ein Merchant Center anzulegen. 

    Für Validierung gibt es mehrere Möglichkeiten:

     

    HTML-Datei hochladen: 

    Die gängigste Methode ist der Upload einer von Google generierten HTML-Datei auf deiner Webseite. Der Upload hat den Vorteil, dass sie unabhängig von der verwendeten Email-Adresse funktioniert.

    Diese Methode ist unserer Meinung nach am unkompliziertesten. 

    Du kannst deine Seite auch mit Hilfe eines HTML-Tags, Google Analytics, der Google Search Console oder dem Google Tag Manager verifizieren.

    WICHTIG: Die Verifizierung ist kein einmaliger Prozess. Sobald die Datei, der Container, das Tag oder die Rechte in Google Analytics entfernt werden, verlierst du auch das Recht im Namen der Webseite Google Shopping Kampagnen zu schalten.

    Solltest du dir unsicher sein welche Methode die richtige für dich ist, kannst du den Punkt auch überspringen und später nachholen. 

    Das Ganze sollte am Ende so aussehen:

    google_merchant_center_setup_1

    Im nächsten Schritt fügst du deine Produkte zum Merchant Center hinzu. 

     

    2.2 Produkte im Google Merchant Center hochladen & prüfen

     

    Damit deine Produkte von Google geprüft und weiterverarbeitet werden können, musst du den in TEIL 1 beschriebenen Produktdatenfeed im Merchant Center hochladen.

     

    Klicke in der Übersicht auf den Punkt „Artikel“ und dann auf „Feeds“.

    google_merchant_center_setup_feed_setup

    Über das große blaue Plus-Symbol kannst du einen neuen Hauptfeed erstellen.

    google_merchant_center_setup_feed_hinzufuegen

    Im ersten Schritt werden grundlegende Informationen wie Absatzland und Sprache abgefragt. Fülle alles entsprechend aus und klicke auf weiter.

    Jetzt musst du festlegen, wie Google deine Produktdaten Feed empfangen soll. Auch hier gibt es mehrere Möglichkeiten: 

    Sollte dein Feed online gehostet sein, empfehlen wir dir die Option „Geplanter Abruf“. Hier wird in regelmäßigen Abständen die neueste Version des Feed abgerufen und deine Artikel sind immer auf dem aktuellsten Stand. Außerdem läufst du nicht Gefahr, Produkte mit falschen Informationen zu bewerben.

    In der folgenden Eingabemaske kannst du zum einen angeben, unter welcher URL dein Feed abzurufen ist und zum anderen in welchen Abständen und zu welcher Uhrzeit die Daten aktualisiert werden sollen.

    google_merchant_center_setup_feed_hinzufuegen

    Ist dein Feed eine statische Tabelle kannst du diese über den gleich benannten Punkt hochladen. 

    Diese Option macht auch dann Sinn, wenn dein Feed zwar online abrufbar ist, du aber zuerst testen willst, ob alle Informationen richtig verarbeitet werden. In diesem Fall kannst du die Option „Als Test hochladen“ verwenden.

    google_merchant_center_setup_feed_testen

    Mit dem Klick auf „Weiter“ wird der erstmalige Upload deines Produktdatenexports initiiert.

    Der Feed sollte jetzt unter dem Punkt „Hauptfeed“ zu sehen sein. Klickst du auf den Feed-Namen, kannst du sofort sehen, wie viele deiner Produkte gültig beziehungsweise ungültig sind.

    google_merchant_center_setup_feed_hinzufuegen

    Der Screenshot zeigt, dass aktuell alle Artikel ungültig sind. In diesem Beispiel wurde die Webseite noch nicht beansprucht.

    google_merchant_center_setup_feed_fehler

    Sobald deine Webseite von dir beansprucht wurde, könnte die Übersicht so oder so ähnlich aussehen. Im oben gezeigten Screenshot sind 91 Artikel von Fehlern betroffen. Wie man einen Teil dieser Fehler los wird, zeigen wir dir gleich.

     

    2.3 Abgelehnte und freigeschaltete Produkte

     

    Nach dem ersten Upload prüft Google jetzt alle deine hochgeladenen Produkte und schaltet diese, wenn alle notwendigen Informationen vorhanden sind, innerhalb der kommenden Tage frei. Im „Home“-Menü kannst du auf einen Blick sehen, wie viele deiner Artikel geprüft (orange), abgelehnt (rot) oder freigegeben (grün) sind. 

    Wurden alle deine Produkte überprüft, müsste dein Merchant Center in etwa so aussehen:

    google_merchant_center_setup_produkte

    Es ist üblich, dass ein gewisser Anteil deiner Produkte abgelehnt wird. Unter dem Menüpunkt „Diagnose“ bekommst du detaillierte Informationen.

     

    2.4 Merchant Center Fehler-Diagnose

     

    In der Diagnose-Übersicht kannst du dir im Detail anschauen warum deine Artikel abgelehnt werden und wie du die entsprechenden Fehler behebst.

    google_merchant_center_feed_diagnose

    Im gezeigten Beispiel gibt es diverse Fehler und Warnungen für Artikel. Im Detail sind folgende Fehler gelistet:

    google_merchant_center_feed_fehler

    Oft kommt es vor, dass sich die Fehler auf individuelle Produkteigenschaften beziehen: Fehlende Beschreibungen, keine GTIN, zu kleine oder fehlende Bilder etc. 

    Bestimmte Fehler kannst du innerhalb des Google Merchant Centers, mit Hilfe von selbst aufgestellten Regeln, beheben. 

    Attribute wie Zustand, Lagerstatus oder Versandkosten lassen sich recht einfach für deinen Gesamtfeed oder einzelnen Produktkategorien festlegen.

    Individuellere Attribute wie Gewicht, Preis, URL, GTIN oder Bild-URL lassen sich nicht ohne weiteres mit einer Regel befüllen. Hier muss an der Qualität des Produktexportes gearbeitet werden.

    Mit Hilfe der Exportfunktion kann eine Liste mit allen Fehlern und den davon betroffenen Artikeln heruntergeladen werden. Diese gilt es sukzessive abzuarbeiten, damit du einen möglichst großen Teil deiner Produkte auf Google Shopping bewerben kannst.

     

    2.5 Google Merchant Center Regeln

     

    Mit Hilfe der Regel-Funktion kannst du einer Produktvorauswahl oder deinem Gesamtsortiment neue oder bestehende Feedattribute zuweisen. Das Ganze funktioniert nach dem IF – THEN – ELSE Prinzip. 

    Ein Beispiel:

    Der einfachste Fehler ist zugleich einer der häufigsten: Das Attribut „Zustand“ – ein bevorzugt von Shopbetreibern, die ausschließlich Neuware verkaufen, übersehenes Pflichtfeld. 

    Das fehlende Feld sorgt für eine Ablehnung aller Artikel. Mit Hilfe der Regelfunktion ist das Problem jedoch innerhalb weniger Minuten behoben.

    Navigiere über die Menüpunkte Artikel Feeds zu deiner Hauptfeed-Übersicht. Klicke auf den aktiven Produktdaten-Export und wähle im Anschluss den Punkt „Regeln“ aus.

    google_merchant_center_feed_regeln

    Über den Menüpunkt „Regel erstellen“ kannst du, wer hätte es gedacht … eine neue Regel erstellen.

    Zuerst wird das zu ändernde Attribut ausgewählt, in unserem Beispiel ist das „Zustand“. Die Logik unserer Regel ist bestechend einfach, wir wollen für das ausgewählte Attribut immer denselben Wert festlegen, nämlich den Zustand „neu“.

    google_merchant_center_feed_regeln

    Wähle als zu bearbeitendes Attribut „Zustand“ aus. 

    Im nächsten Schritt kann dann die Bedingung für das Auslösen der Regel festgelegt werden und was die Regel genau machen soll.

    Da unsere Regel alle Artikel betrifft, können wir den Punkt „Bedingungen“ ignorieren und klicken auf „festlegen auf“.

    google_merchant_center_feed_regeln

    Es öffnet sich eine Eingabemaske, in der du alle verfügbaren Optionen wählen kannst. Klicke auf „neu“ und im Anschluss unten rechts auf „OK“

    google_merchant_center_feed_regeln

    Herzlichen Glückwunsch, du hast deine erste Regel erstellt. In der Vorschauspalte rechts, kannst du dich durch einzelne Artikel klicken und prüfen, ob die Regel die gewünschten Änderungen bringt.

    Ändert sich das Attribut Zustand wie gewünscht auf „neu“ kannst du die Bearbeitung mit „Als Entwurf speichern“ beenden. 

    Im nächsten Schritt wird über „Änderungen testen“ ein Test für den ganzen Feed durchgeführt. Je nachdem wie umfangreich dein Feed ist, kann das schon mal bis zu 20 Minuten dauern. 

    Sobald der Test abgeschlossen ist, kannst du dir in einen Bericht anzeigen lassen, wie viele Produkte von deiner neuen Regel beeinflusst wurden. In unserem Beispiel sollte die Anzahl der verarbeiteten Elemente 100% betragen. 

    Regeln kannst du auch dazu verwenden, die Zuordnung der einzelnen Feed-Elemente anzupassen. Im unten gezeigten Beispiel werden den Attributen „image link“ und „additional image link“ die korrekten Spalten im Feed zugewiesen.

    google_merchant_center_feed_regeln

    So wird der Inhalt der Spalte „bild url 1“ als Bildlink und der Inhalt von „bild url 2“ als zusätzlicher Bildlink definiert

    Mit Feed-Regeln kannst du zahlreiche weitere Optimierungen an deinem Produktdatenexport vornehmen. 

    Weiter Beispiele sind:

     

    Versandkosten-Staffelung:

    WENN „Produktkategorie“ = „Kategorie1“ DANN „Versand“ = „2,99€“

    WENN „Produktkategorie“ = „Kategorie2“ DANN „Versand“ = „4,99€“

    WENN „Produktkategorie“ ≠ „Kategorie1,Kategorie2“ DANN „Versand“ = „0,00€“

     

    Custom Label für Sale-Items anlegen:

    WENN „sale_price“ = „nicht leer“ DANN setzt „custom_label_0“ = „sale_item“

     

    Du kannst deiner Kreativität freien Lauf lassen. Den entsprechenden Support-Artikel von Google findest du hier: Google Feed-Regeln

     

    2.6 Versandbedingungen angeben

     

    Sollten sich deine Versandbedingungen nicht ohne weiteres per Regel festlegen lassen, kannst du Versandbedingungen auch direkt im Google Merchant Center definieren. Der Schritt ist nur dann notwendig, wenn die Angaben über deine Versandbedingungen NICHT im Produtdatenfeed enthalten sind.

    Je nach Umfang der Versandbedingungen bietet es sich an, zur Umgehung von unnötigem Programmieraufwand, die unterschiedlichen Staffelungen im Merchant Center zu pflegen. 

    Über den Menüpunkt Versand kannst du deine Versanddienstleistungen und dein Zustellgebiet konkretisieren.

    google_merchant_center_versandbedingungen

    In der ersten Eingabemaske machst du grundlegende Angaben:

    • Annahmeschluss für Bestellungen
    • Bearbeitungszeit
    • Transportzeit

    Im zweiten Schritt wird dann definiert, zu welchen Bedingungen Versandkosten in unterschiedlicher Höhe anfallen. Du hast die Möglichkeit deine Versandkosten nach Preis, Gewicht oder Anzahl zu staffeln. 

    google_merchant_center_versandbedingungen

    Du kannst die unterschiedlichen Auswahlmöglichkeiten auch miteinander kombinieren, um deutlich komplexere Versandbedingungen abzubilden.

    google_merchant_center_versandbedingungen

    Im oben gezeigten Beispiel variieren die Versandkosten nicht nur nach Preis, sondern zusätzlich nach Gewicht. 

    Google bietet auch die Möglichkeit die Kosten prozentual vom Einzelpreis zu berechnen oder den Versand unter bestimmten Bedingungen komplett auszuschließen.

     

    2.7 Google Ads mit Google Merchant Center verknüpfen

     

    SO! jetzt hast du im Google Merchant Center so ziemlich alles getan, um endlich mit deiner ersten Google Shopping Kampagne zu starten. Ah, Moment es fehlen noch zwei Dinge: Ein aktiver Google Ads Account und ein funktionierendes Conversion Tracking.

    Hast du beides? Schön, dann kann es ja endlich losgehen.

    Hast du beides nicht? Mist, dann solltest du das schleunigst erledigen: 

    • Eine sehr gute Anleitung wie man ein Google Ads Konto erstellt findest du hier
    • Die Dokumentation über die Implementierung von Conversion-Tracking gibt’s hier

     

    Zum Thema Conversion Tracking gibt es zusätzlich zahlreiche Plugins, die Shopbetreibern die Implementierung vereinfachen.

    Damit Google Ads auf deine Produkte und den damit verbundenen Daten zurückgreifen kann, musst du beide Plattformen miteinander verknüpfen.

    Von der Merchant Center Startseite klickst du auf das 3-Punkte Menü oben rechts und wählst „Kontoverknüpfung“ aus. 

    Sollte die E-Mail-Adresse, mit der du dich beim Google Merchant Center angemeldet hast, dieselbe sein, mit der du dich auch bei Google Ads anmeldest, ist dein Account bereits automatisch hinterlegt. In diesem Fall musst du einfach auf „verknüpfen“ klicken und du bist fertig.

    Im Anschluss kannst du in Google Ads unter dem Menüpunkt „verknüpfte Konten“ prüfen ob die Google Merchant Center Verknüpfung richtig angezeigt wird. 

    Solltest du für die beiden Logins unterschiedliche E-Mail-Adressen verwenden, kannst du im Merchant Center die Google Ads Kontonummer unter „Kontoverknüpfungen“ hinterlegen und eine Verknüpfungsanfrage stellen. Öffne Google Ads und bestätige die Anfrage unter dem Menüpunkt „verknüpfte Konten“.

     

     

    TEIL III: Deine erste Google Shopping Kampagne erstellen

     

    Wir kommen dem Ziel immer näher. Jetzt setzen wir deine erste Google Shopping Kampagne auf. Los geht’s.

    Im Grunde ist die Erstellung einer Shopping-Kampagne recht einfach. Du sparst dir jedoch eine Menge Arbeit und Zeit, wenn du von vornherein eine für deine Produktpalette sinnvolle Struktur beim Aufbau berücksichtigst. 

    Anmerkung: Für das folgende Tutorial greifen wir auf die neue Google Ads Oberfläche zurück.

    Erstelle eine neue Kampagne durch Klicken auf das Plussymbol in der Kampagnenübersicht und wähle die Kampagnenart Shopping aus.

    google_shopping_kampagne_erstellen_tutorial

    Als Ziel unserer Kampagne wählen wir „Umsätze“. Im nächsten Schritt kannst du dann das zuvor verknüpfte Google Merchant Center auswählen und dein Absatzland auswählen.

    google_shopping_kampagne_erstellen_tutorial

    Als Kampagnen-Typ wählst du die Option „Standard“. Zum Thema Shopping-Kampagnen mit Zielvorhaben kommen wir später noch. Im folgenden Menü kannst du wie bei allen Google Ads Kampagnen grundlegende Einstellungen wie Name, Budget, Gebot, Werbenetzwerk und Standort festlegen. 

    Für deine erste Shopping-Kampagne empfehlen wir dir den Bid-Type eCPC, also manueller Cost per Click mit Option auf Auto-Optimierung. Solltest du einen brandneuen Account verwenden, ist diese Option noch nicht verfügbar. In diesem Fall bleibt dir nur der manuelle CPC als Option übrig.

    Den Punkt Priorität kannst du vorerst ignorieren. Die Priorisierung wird erst relevant, wenn mehrere Shopping-Kampagnen gleichzeitig im Einsatz sind. 

    Im nächsten Schritt wird deine erste Anzeigengruppe erstellt, spätestens jetzt solltest du dir Gedanken zum Thema Struktur machen.

    Am einfachsten ist es alle deine Artikel in einer Anzeigengruppe zu bewerben. Im Sinne von Strategie und Optimierung , ist dieses Setup jedoch nicht ideal und weißt wenig Optimierungspotential auf. Aber wie kannst du deine Kampagnen besser strukturieren?

    Eine Möglichkeit ist es die Kampagnen anhand deiner Shopstruktur aufzubauen. Ist deine Webseite in Produktkategorien gegliedert, macht es Sinn diese Struktur auch für deine Google Shopping-Kampagne zu übernehmen:

     

    Kampagne 1:

    • Anzeigengruppe 1 = Produktkategorie 1
    • Anzeigengruppe 2 = Produktkategorie 2
    • Anzeigengruppe 3 = Produktkategorie 3

     

    Differenziert dein Shop primär nach Geschlecht oder Altersgruppen kannst du dich auch daran orientieren. 

     

    Kampagne 1:

    • Anzeigengruppe 1 = Männer
    • Anzeigengruppe 2 = Frauen
    • Anzeigengruppe 3 = Mädchen
    • Anzeigengruppe 4 = Jungs

     

    Natürlich ist auch eine Kombination aus beidem möglich:

     

    Kampagne 1: Männer

    • Anzeigengruppe 1 = Produktkategorie 1
    • Anzeigengruppe 2 = Produktkategorie 2
    • Anzeigengruppe 3 = Produktkategorie 3

     

    Kampagne 1: Frauen

    • Anzeigengruppe 1 = Produktkategorie 1
    • Anzeigengruppe 2 = Produktkategorie 2
    • Anzeigengruppe 3 = Produktkategorie 3

     

    In den meisten Fällen empfiehlt es sich die erste Kampagne nach Produktkategorien zu unterteilen. 

    Wie geht das? Zeigen wir dir!

    Als Anzeigengruppentyp wählen wir „Produkt-Shopping“. Gib deiner Anzeigengruppe einen Namen und klicke auf „Speichern“.

    google_shopping_kampagne_erstellen_tutorial

    Aktuell werden alle deine Produkte mit dem von dir gewählten CPC beworben. Das wollen wir aber nicht. Daher müssen wir im nächsten Schritt die Auswahl weiter einschränken.

    Die Auswahl der Produkte kannst du mit Produktgruppen einzuschränken. Mit Klick auf das Plus-Symbol kannst du eine neue Produktgruppe erstellen.

    google_shopping_kampagne_erstellen_tutorial

    In der neuen Übersicht kannst du deine Anzeigengruppe nach unterschiedlichen Produktdatenfeed-Eigenschaften untergliedern. 

    Im gezeigten Beispiel wird nach zwei Kriterien gefiltert. 

    Zuerst beschränken wir die Auswahl auf das Geschlecht, um im zweiten Schritt die Produktkategorie festzulegen.

    google_merchant_center_versandbedingungen
    google_shopping_kampagne_erstellen_tutorial

    Die Anzeigengruppe ist jetzt in drei Produkttypen unterteilt: 

     

    • Alle Produkte
    • Alle Produkte für Damen
    • Accessoires für Damen

     

    Es werden aber immer noch alle Produkte beworben. Daher musst du alle Kategorien ausschließen, die nicht in die Anzeigengruppe gehören. 

    Dazu klickst du auf das Feld, in dem der CPC hinterlegt ist. Jetzt hast du die Möglichkeit entweder einen neuen CPC für die Untergruppe festzulegen oder alle in ihr enthaltenen Produkte auszuschließen. 

    Wähle die Option „ausschließen“ und dann speichern. 

    google_shopping_kampagne_erstellen_tutorial
    google_shopping_kampagne_erstellen_tutorial

    So wie auf dem Bild zu sehen, wird nur noch die Produktkategorie „Accessoires Damen“ in der Anzeigengruppe beworben. 

    Nach diesem Prinzip erstellst du Schritt für Schritt für alle Produktkategorien eine eigene Anzeigengruppe. 

    Natürlich kannst du dich auch nur auf die relevantesten Produkte konzentrieren und alle übrigen Produkte in einer allgemeinen Anzeigengruppe bewerben. 

    Dafür musst du im Umkehrschluss alle Produktkategorien ausschließen, die eine eigene Anzeigengruppe haben:

    google_shopping_kampagne_erstellen_tutorial

    Die Kampagne sollte jetzt in etwa so strukturiert sein:

    google_shopping_kampagne_erstellen_tutorial

    Glückwunsch. Deine Shopping-Kampagne ist jetzt einsatzbereit und kann gestartet werden. YEAH!

     

     

    TEIL IV: Google Shopping optimieren – So steigt die Conversion Rate

     

    Theoretisch kannst du dich jetzt zurücklehnen und zuschauen, wie du Abverkäufe generierst. Es gibt jedoch noch eine Vielzahl an Möglichkeiten, um die Performance deiner Kampagnen weiter zu steigern. 

    Im vorangegangenen Kapitel haben wir erklärt, dass die Struktur einer Kampagne viele Optimierungs- und Steuerungsmöglichkeiten schafft. 

    Wir weisen darauf hin, dass die exemplarisch gezeigten Shopping Strukturen als Inspiration beziehungsweise Denkanstoß dienen und nicht den heiligen Gral der Shopping-Strategien darstellen – Den muss jeder selber finden.

     

    4.1 Unnötigen & ungewollten Traffic ausschließen

     

    Wie bereits erwähnt erfolgt die Ausspielung von Google Shopping Kampagnen nicht über Keywords. Bei der Steuerung von Kampagnen fehlt uns somit ein mächtiges Tool. Jedoch lässt sich umgekehrt auch recht viel bewirken, nämlich durch konsequentes Ausschließen von Suchanfragen, die irrelevant sind oder nicht zum gewünschten Ergebnis beisteuern. 

    Es kann dir zum Beispiel recht schnell passieren, dass deine Anzeigen zu Suchanfragen ausgespielt werden, die einen direkten oder indirekten Konkurrenten beinhalten. 

     

    • Laufschuhe Amazon
    • Esstisch Ebay
    • Zalando Winterjacke

     

    Das gleiche kann dir auch mit Attributen oder Städten passieren:

     

    • Gebrauchte Gartenmöbel
    • Billige Designeruhr
    • Snowboard Lagerverkauf
    • Wasserfarbe Berlin-Mitte

     

    Sollten diese Suchanfragen nicht zu deinem Geschäft passen oder du möchtest den Konkurrenzkampf mit globalen Unternehmen vermeiden, bietet sich der Ausschluss mit Hilfe von auszuschließenden Keywords an.

    Über den Menüpunkt „Keywords“  „auszuschließende Keywords“ kannst du alle unerwünschten Suchbegriffe blockieren. Wichtig, auch hier gelten die normalen Google Ads Match-Types.

    google_shopping_kampagne_negative_keywords

    Im gezeigten Bild werden Attribute, Konkurrenten, Städte und einige generische Suchanfragen ausgeschlossen. 

    Aber warum sollten wir ein sinnvoll erscheinende Suchanfrage wie beispielsweise „Schuhe kaufen“ ausschließen?

    Eine solche Anfrage solltest du natürlich nur dann blockieren, wenn du feststellst, dass genau diese Suche zwar für viele Klicks sorgt, aber kaum Conversions erzielt und somit unwirtschaftlich ist.

    Die Erkenntnis welche Suchbegriffe deine Anzeigen auslösen, gewinnst du über den Menüpunkt „Suchbegriffe“. In dieser Übersicht hast du auch gleich die Möglichkeit ungewollte Anfragen zu markieren, um sie direkt auszuschließen.

    Durch das Ausschlussverfahren kannst du deine Kampagne Schritt für Schritt auf immer wertvollere Suchbegriffe optimieren.

     

    4.2 Google Shopping Ads strukturieren

     

    Solltest du deine Kampagnen so aufgeteilt haben, wie zuvor beschrieben, wäre eine aufbauende Strukturierungsmaßnahme die Trennung zwischen Brand und Non-Brand Traffic. 

    Betrachten wir den Kaufentscheidungsprozess, macht eine solche Aufteilung Sinn. Wir gehen davon aus, dass Individuen, die in Suchanfragen bereits Markenbegriffe verwenden, im Kaufentscheidungsprozess weiter fortgeschritten sind als Personen, die komplett generisch suchen.  

     

    SUCHANFRAGE:

     

    Person 1: „schwarze Laufschuhe kaufen“

    VERSUS

    Person 2: „Nike Pegasus kaufen“

     

    Person 1 versucht noch einzugrenzen WAS genau sie haben möchte, wohingegen Person 2 primär versucht herauszufinden WO sie findet, was sie haben möchte.

    Genauso unterschiedlich wie die Suchintention, sollte je nach Suchanfrage auch ein entsprechender CPC gesetzt werden. Damit wir das besser steuern können, benötigen wir eine zweite Google Shopping Kampagne, die nur für Suchanfrage mit Brandbegriffen zuständig ist. 

    Diese Aufteilung macht natürlich nur dann Sinn, wenn es für dein Produktsortiment auch die entsprechende Menge an branded Traffic gibt. 

     

    Solltest du dir diesbezüglich unsicher sein, empfehlen wir dir die Grundrauschen-Kampagne 1-2 Wochen laufen zu lassen, um dann auf Basis der Suchbegriffe zu evaluieren, ob eine Brand-Kampagne Sinn macht.

     

    Zur besseren Unterscheidung verwenden wir folgende Begriffe:

    Grundrauschen-Kampagne (Die Kampagne die du bereits erstellt hast)

    Brand-Kampagne  (Die Kampagne die wir jetzt erstellen)

     

    Kurz beschrieben machen wir folgendes: 

    • Wir erstellen eine zweite Kampagne, die anstatt nach Produktkategorien nach Marken aufgeteilt ist. 
    • Im Anschluss priorisieren wir die Kampagnen so, dass bei einer Suchanfrage mit Brandbezug immer der CPC der Brand-Kampagne verwendet wird. 
    • OPTIONAL erstellen wir eine Liste mit auszuschließenden Keywords, die alle Marken deines Shops beinhaltet und hinterlegen diese in deiner Grundrauschen-Kampagne.

    Die Brand-Kampagne kannst du relativ leicht erstellen. Mit Hilfe der Kopieren- / Einfügen-Funktion kannst du die Grundrauschen-Kampagne einfach duplizieren und im Anschluss umbauen.

    google_shopping_kampagne_erstellen_tutorial
    google_shopping_kampagne_optimieren

    Jetzt hast du zwei identische Kampagnen, um das zu ändern markierst du alle Anzeigengruppen der neuen Kampagne und löscht sie über „bearbeiten“  –> „entfernen“

    Im Anschluss erstellst du analog zur ersten Kampagne neue Anzeigengruppen, jedoch differenzierst du nicht mehr nach Produktkategorie, sondern nach dem Feed-Attribut Marke bzw. Brand. 

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    Wähle eine Marke aus und bestätige die Auswahl. Vergiss nicht alle anderen Produkte wieder auszuschließen, sonst ist die Unterteilung wirkungslos. 

    Diesen Schritt wiederholst du so oft, bis du für alle relevanten Marken eine eigene Anzeigengruppe angelegt hast. 

    Die Struktur sollte so aussehen:

    Brand-Kampagne:

    • Anzeigengruppe 1 = Marke1
    • Anzeigengruppe 2 = Marke2
    • Anzeigengruppe 3 = Marke3
    • Anzeigengruppe N = alle restlichen Marken

    Jetzt kommen wir auf die Einstellungsoption „Priorität“ zu sprechen. 

    Mit Hilfe von Prioritäten kannst du festlegen welche Kampagne mit welchem CPC bevorzugt ausgespielt werden soll. Da wir Brand-Suchanfragen als „relevanter“ einstufen, muss die Brand-Kampagne auch höher priorisiert werden. 

    Gehe in die Einstellungen der Brand Shopping-Kampagne und wähle unter Priorität die Option „Mittel“ aus.

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    Interessant ist, dass die höhere Relevanz der Suchanfrage nicht mit steigenden CPCs gleichzusetzen ist.

    Das liegt daran, dass Brand-Anfragen meist deutlich spezifischer formuliert sind und geringere Suchvolumen haben. Dadurch verringert sich auch die Anzahl deiner Konkurrenten im Auktionsverfahren.

    Daher kannst du den CPC der Brand Shopping Kampagne niedriger einstellen als bei der Grundrauschen-Kampagne. 

    OPTIONAL: 

    Du kannst die Differenzierung zwischen Brand und Non-Brand verstärken, indem du eine Liste mit auszuschließenden Marken-Keywords anlegst und diese in deiner Grundrauschen-Kampagne hinterlegst. So verhinderst du, dass deine Grundrauschen-Kampagne zu Brand Suchanfragen ausspielt. 

    Dieser Ausschluss ist deswegen optional, da er nicht nur Vorteile mit sich bringt. Der durchschnittliche CPC deiner Brand-Kampagne ist niedriger als in der Grundrauschen-Kampagne. Dadurch kann es natürlich vorkommen, dass du durch einen starken Konkurrenten Auktionen in der Brand-Kampagne verlierst. Diese Auktionen können wiederum vom höheren CPC der Grundrauschen-Kampagne abgefangen werden und du kannst die Auktion für dich entscheiden. Das geht jedoch nicht, wenn alle Brand-Suchanfragen pauschal ausgeschlossen sind. 

    • Der allgemeine Ausschluss von Brand Suchbegriffen eignet sich daher eher für dich, wenn du mit eingeschränktem Budget arbeitest und/oder knackige Performance Ziele erreichen musst.
    • Hast du keine Budgeteinschränkungen und spielt ein möglichst hoher Anteil am Impression-Share für dich eine übergeordnete Rolle, solltest du Markenbegriffe nicht pauschal ausschließen.  

     

    Jetzt musst du nur noch sicherstellen, dass in der Brand-Kampagne keine Non-Brand Suchanfragen eingehen. Hierbei handelt es sich um einen fortlaufenden Prozess:

    Starte deine Brand-Kampagne und schau dir nach einer Woche die Suchergebnisse an. 

    Absteigend nach Klicks/Impressionen gefiltert, kannst du alle Anfragen die KEINEN Brand Bezug haben markieren und ausschließen

    Diesen Prozess solltest du Woche für Woche wiederholen, bis du das Gefühl hast, dass kaum noch non-brand Suchanfragen zu finden sind. 

    Anmerkung: Berichte über Suchanfragen können sehr, sehr lang sein. Wir beschränken uns daher beim oben beschriebenen Prozess auf die klickstärksten Anfragen.

     

    4.3 CPC rauf! CPC runter!

     

    Was haben wir soweit geschafft? Deine Kampagnen sind klar strukturiert und du hast bereits Kampagnen angelegt, die je nach Suchintention mit unterschiedlichen CPCs ins Rennen gehen. Ein Problem haben wir jedoch noch, alle Produkte in deiner jeweiligen Kampagne haben denselben CPC. Das sollten wir ändern!

    Neben dem Ausschluss von Suchbegriffen ist die Anpassung von Geboten und die Kontrolle deiner Gebotsstrategie ein weiteres, regelmäßig anfallendes To-Do im Bereich Google Shopping. 

    Der zeitliche Intervall, in der du diese To-Dos angehst ist davon abhängig, wie viel Traffic beziehungsweise viele Conversions du insgesamt erzielst. Umso höher deine Verkaufszahlen, umso schneller hast du eine ausreichende Datenbasis, um die CPCs für deine Produkte anzupassen. 

    Neben der Häufigkeit der Optimierung muss auch das Ziel der Optimierung geklärt sein. Welche Main-KPI hat für deine Shopping-Kampagne und dein Advertising-Konzept am meisten Gewicht? 

    Hast du einen festgelegten Ziel CPA, der nicht überschritten werden darf? (tCPA)

    Darfst du eine bestimmte Kosten-Umsatz-Relation nicht überschreiten? (max. KUR)

    Musst du einen Mindest-Return-on-Adspend erzielen? (min. ROAS)

    Du kannst den CPC auf folgenden Ebenen anpassen:

     

    • Kampagne
    • Anzeigengruppe
    • Produktgruppe
    • Produkt

     

    Im gezeigten Beispiel macht es Sinn, sich als erstes die Anzeigengruppe mit den meisten Conversions und die mit dem meisten Traffic OHNE Conversions anzuschauen.

    google_shopping_kampagne_optimieren

    Die Anzeigengruppe mit den meisten Sales bietet auf Grund der größten Datengrundlage die besten Voraussetzungen für eine Anpassung des CPCs, um im Idealfall noch mehr Conversions  zu erzielen.

    Die Anzeigengruppe mit dem meisten Traffic, der jedoch keine Sales erzielen konnte, bietet das größte Einsparpotential.

    Auf die Schnelle könntest du den CPC der guten Anzeigengruppe leicht anheben, um den Impression-Anteil zu erhöhen, und den CPC der schlechten Anzeigengruppe senken, um Kosten einzusparen. Dazu klickst du einfach in die jeweilige Anzeigengruppe und änderst den CPC der Produktgruppe:

    google_shopping_kampagne_optimieren

    Sind für die Produktgruppe genügend Daten vorhanden, kannst du auf den Gebotssimulator zurückgreifen. Hier wird dir gezeigt, wie sich CPC-Änderungen auf die Kampagnen Performance auswirken können.

    google_shopping_cpc_prognose

    Sollten die hier vorgeschlagenen Werte für dich wünschenswert sein, kannst du sie einfach übernehmen, falls nicht kannst du hier auch einen individuellen CPC festlegen.

    Möchtest du deine CPCs etwas präziser anpassen, kannst du Produktgruppen weiter unterteilen Im gezeigten Beispiel wird die Produktgruppe Accessoires in Mützen, Taschen und „alles andere“ unterteilt. 

    google_shopping_kampagne_optimieren

    So kannst du Schritt für Schritt Teilsegmente deiner Produkte mit individuellen CPCs auf- oder abwerten. Lässt sich die Produktgruppe nicht weiter unterteilen, können über die Filteroption „Artikel-ID“ auch einzelne Produkte mit individuellen Geboten angesprochen werden.

    google_shopping_kampagne_optimieren

    Anmerkung: In der Produktübersicht stehen nach aktuellem Stand keine benutzerdefinierten Spalten zur Verfügung. Damit du deine Produkte dennoch nach Performance beurteilen kannst, blende dir einfach die Spalte „Conv.-Wert / Kosten“ ein. Die Kennzahl hat dieselbe Aussagekraft wie ROAS und bildet den Umkehrwert zur Kosten-Umsatz-Relation. 

     

    4.4 Der richtige Bid-Type für deine Shopping Kampagne

     

    Wem die manuelle Optimierung von Geboten zu mühselig ist oder dieser aus anderen Gründen nicht nachgegangen werden kann, hat die Möglichkeit auf Gebotsstrategien zurückzugreifen. 

    Google gibt seinen Kunden unterschiedliche Bid-Types an die Hand, um die Ausspielung auf bestimmten Kennzahlen zu optimieren:

     

    Manueller CPC:

    Standard-Option. Hier wird ein fixer Klickpreis festgelegt, der manuell angepasst werden kann. 

     

    Manueller CPC mit automatischer Optimierung (eCPC):

    Der Unterschied zwischen manuellem CPC und manuellem CPC mit automatischer Optimierung ist, dass beim eCPC Gebote für Klicks, die mit größerer Wahrscheinlichkeit zu einer Conversion führen, erhöht und Gebote für Klicks mit geringerer Wahrscheinlichkeit gesenkt werden.

     

    Ziel-ROAS (tROAS)

    Wie der Name vermuten lässt, wird ein angestrebter ROAS-Wert angegeben, dessen Erreichung auf Basis der vorhandenen Conversiondaten von einem Gebotsalgorithmus übernommen wird. 

     

    Damit du diesen Bid-Type verwenden kannst, muss deine Shopping-Kampagne mindestens 15 Conversions innerhalb der letzten 30 Tage erzielt haben. Für optimale Ergebnisse empfiehlt es sich allerdings zu warten bis mehr als 50 Conversions erzielt wurden.

    Wichtig, tROAS ist kein Wunschkonzert! Wenn dein aktueller ROAS 250% beträgt, ist es unwahrscheinlich, dass der Algorithmus für eine Vervielfachung dieses Wertes sorgt. Steigere dich Stück für Stück, beginne mit 280% und beobachte wie sich deine Kampagnen-Performance entwickelt. Solltest du dir unsicher sein, kannst du dich auch immer an die Empfehlung von Google halten.

    google_shopping_kampagne_optimieren

    Zusätzlich besteht die Möglichkeit für einzelne Anzeigengruppen individuelle ROAS-Werte festzulegen, um eine feinere Abstimmung zu ermöglichen.

    Klicks maximieren

    Mit dieser Option werden deine Gebote so festgelegt, dass du mit deinem Budget möglichst viel Traffic generierst. Zur besseren Kostenkontrolle kannst du optional auch ein Höchstgebot festlegen, welches der Algorithmus nicht überschreiten darf.

     

    Auto-optimierter CPC

    Ziel des auto-optimierten CPC ist es, die maximale Anzahl an Conversions zu erzielen. Der auto-optimierte CPC ist eine sogenannte Portfolio-Strategie. Diese können in mehreren Kampagnen eingesetzt werden, dadurch können mehr Daten aggregiert werden, was für Synergie-Effekte bei der automatischen Optimierung sorgt.

    Jeder Bid-Type hat seine Vorteile: 

     

    • Für unser Tagesgeschäft ist der eCPC die ideale Mischung aus manueller Optimierung und performance-orientierter Automatisierung. 

     

    • Manuelle CPCs geben dir die meiste Kontrolle über dein eingesetztes Budget und benötigen keine weiteren Voraussetzungen. Wir empfehlen, das manuelle Bidding nur beim Neustart einer Kampagne zu verwenden und schnellstmöglich auf eCPC oder Smart Bidding umzustellen

     

    • Die Gebotsstrategie Ziel-ROAS eignet sich für Kampagnen, die gut konvertieren und nicht so oft angepasst werden müssen und/oder deren Ausspielung durch beschränkte Budgets beeinflusst wird.

     

    • Mit „Klicks maximieren“ kannst du in kürzester Zeit viel Traffic auf deine Seite bringen. Dadurch kommst du schneller an aussagekräftige Suchbegriff-Berichte, die wiederum Aufschluss über die Ausspielung deiner Shopping-Kampagne geben.

     

    • Du möchtest möglichst viele Conversions und wenig Zeit mit der Optimierung deiner CPCs verbringen? Dann eignet sich der auto-optimierte CPC für dich. Bitte berücksichtige, dass die größte Anzahl an Conversions nicht mit der Optimierung des Umsatzes gleichzusetzen ist.

     

    4.5 Retargeting – RLSA auch für Google Shopping verwenden

     

    Auch im Bereich Google Shopping hast du die Möglichkeit auf Remarketinglisten für Suchanzeigen (RLSA) zurückzugreifen.

    RLSA ermöglicht es dir Personen, die bereits mit deiner Webseite interagiert haben, durch Gebotsanpassungen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit erneut anzusprechen.

    Du kannst deiner Shopping-Kampagne ganz einfach Zielgruppen hinzufügen. Wähle die gewünschte Kampagne aus und navigiere zum Punkt „Zielgruppen“.

    google_shopping_kampagne_optimieren

    Mit einem Klick auf das blaue Stiftsymbol öffnet sich die Zielgruppen-Auswahl. 

    Da wir nur beobachten wollen, welche Performance von welcher Zielgruppe ausgeht, wählen wir die Option „Beobachtung“. 

    Der Punkt „Ausrichtung“ würde die Ausspielung der Kampagne auf die ausgewählten Zielgruppen beschränken, was wir zu mindestens in diesem Setup nicht möchten.

    google_shopping_kampagne_optimieren

    Jetzt kannst du unter dem Menüpunkt „Webseitenbesucher“ relevante Zielgruppen hinzufügen.

    Das Ganze könnte dann so aussehen:

    google_shopping_kampagne_remarketing

    Wir haben uns für eine Mischung aus allen Besuchern, Warenkorbabbrechern und Sitzungen mit einer hohen Qualität entschieden. 

    Bestätigst du deine Auswahl, sollten deine Zielgruppen danach in der zuvor noch leeren Ansicht gelistet sein. 

    Über die Spalte „Gebotsanpassungen“ kannst du den CPC für die jeweilige Zielgruppe prozentual verringern oder erhöhen.

    google_shopping_kampagne_optimieren

    Auf die gleiche Art und Weise kannst du auch Similar Audiences zu deiner Shopping-Kampagne hinzufügen, um auch im Bereich Prospecting aktive Gebotsanpassungen vornehmen zu können.

      

     

    EXKURS I: Showcase-Ads – Google Shopping für den Upper-Funnel

     

    Showcase-Ads sind ein noch recht junges Anzeigenformat. Es verknüpft Text, Bild und Shopping-Elemente, um Produkte und Marken wirkungsvoller zu präsentieren. 

    google_shopping_showcase_anzeigen

    Eine Showcase-Ad kann eine Vielzahl von Produkten präsentieren und gleicht im Aufbau einer Collection-Ad auf Facebook. Daher eignet sie sich besonders gut um Menschen, die sich im Kaufentscheidungsprozess noch ganz am Anfang befinden, auf das eigene Angebot aufmerksam zu machen. 

    Wenn du Showcase-Ads im Upper-Funnel einsetzen willst, empfehlen wir dir die Priorität der Kampagne auf „niedrig“ zu stellen und einen günstigen CPC zu verwenden. Damit deine Anzeigen zu möglichst generischen Anfragen wie „Rucksack“, „Laufschuh“ oder „Tennisschläger“ ausgespielt werden, solltest du beim Ausschluss von Suchanfragen recht zurückhaltend sein und nur die Suchanfragen ausschließen, die überhaupt nicht zu deinem Produkt passen. 

    Im Gegensatz zu klassischen Shopping Anzeigen bezahlst du bei Showcase-Ads für Interaktionen und nicht für Klicks auf deine Webseite. Die zu optimierende Kennzahl lautet Cost per Engagement kurz CPE.

    Bei der Erstellung einer Anzeigengruppe, kannst du bereits im Voraus festlegen, welche Produkte du bewerben möchtest. 

    So wie du bei Foot Locker immer gefragt wirst, ob du Einlagen für deine Schuhe haben möchtest, kannst du bei Showcase Ads deinen Kunden mehrere Produkte präsentieren, um höhere Warenkörbe zu erreichen. Vielleicht gibt es in deinem Shop Produkte, die oft zusammengekauft werden?

    google_shopping_kampagne_showcase_anzeige_erstellen

    Bei der Erstellung einer Showcase Ad gibt es keine besonderen Stolpersteine, die du beachten musst. Wir empfehlen dir, mehrere Bildvarianten zu verwenden, damit du testen kannst, welche Bildsprache bei deiner Zielgruppe besser beziehungsweise schlechter ankommt.

     

     

    EXKURS II: Automatisierte Smart Shopping Kampagnen

     

    Wem das mit der Optimierung von Google Shopping-Kampagnen generell zu viel ist, der kann auch auf Smart-Shopping Kampagnen zurückgreifen. 

    Diese Kampagnen-Art wird vollautomatisiert ausgespielt, optimiert sich selbst und wird sogar auf exklusiven Platzierungen ausgespielt. 

    Der Nachteil: Als Werbetreibender verlierst du praktische alle Kontroll- und Optimierungsmöglichkeiten. Die Shopping-Kampagne kann entweder funktionieren oder eben nicht.

    Das Setup von automatisierten Shopping-Kampagnen ist sehr einfach. Du erstellst eine neue Shopping Kampagne und wählst die Option „Smarte Shopping Kampagne“ aus.

    google_smart_shopping_kampagne

    Im nächsten Schritt kannst du Tagesbudget und wahlweise einen Ziel-ROAS festlegen und schon bist du fast fertig.

    google_smart_shopping_setup

    Ähnlich wie bei den Showcase-Ads vermischt Google bei Smart Shopping Kampagnen einzelne Anzeigenformate. So kannst du im nächsten Schritt, Bilder, Texte und Überschriften für deine Anzeigen festlegen. Bist du mit dem Vorschauergebnis deiner Anzeigen zufrieden, drückst du ein letztes Mal auf „Speichern“ und deine Kampagne ist fertig.

     

     

    Fazit – Google Shopping – Easy to learn, hard to master

     

    Jetzt haben wir dir aber wirklich alles erzählt, was wir über Google Shopping wissen. Naja zu mindestens fast. Ein bisschen was müssen wir auch für uns behalten, sonst hätten wir ja gar nichts mehr zu tun. 

    Wir hoffen, dass dir dieser Beitrag dabei helfen konnte, die Funktionsweise von Google Shopping etwas besser zu verstehen und du dich in der Lage siehst die ersten Schritte im Bereich Shopping selbst zu gehen. 

    Google Shopping ist eine typische Marketing-Disziplin aus der Kategorie „easy to learn, hard to master“. Die Schritte bis zur ersten, funktionierenden Kampagne sind für jeden der sich ein bisschen in der Online Marketing Welt auskennt einfach umzusetzen. 

    Die Lernkurve steigt jedoch stark an, wenn es dann darum geht die vorhandene Leistung zu interpretieren und weiter auszubauen.

    Wir wünschen dir auf jeden Fall viel Erfolg mit deinen ersten Google Shopping Kampagnen und solltest du mal nicht weiterkommen … kannst du uns ja einfach mal anrufen. 

    ALEXANDER WINKLER
    Alex hat bei uns den Content-Hut auf und gilt als absoluter Allrounder. Egal ob SEA, Social oder Amazon - der Alex weiß Bescheid. 🚀👨‍🚀

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