Wir kennen es alle, stundenlang hat man sich mit dem Setup der Google Ads Kampagnen auseinandergesetzt und jede noch so kleine Feinheit eingestellt. Sobald das Knöpfchen gedrückt wurde und alle Kampagnen aktiv sind, kann man sich erstmal zurücklehnen und schauen was passiert. Doch wie sagt man so schön, vor der Arbeit ist nach der Arbeit.

Die Frage was man regelmäßig im Google Ads Konto arbeiten könnte, ist ja recht einfach beantwortet. CPC rauf, CPC runter. Keyword hinzufügen, Keyword pausieren. Budget hoch, Budget runter. Zwar kann man mit diesen rudimentären Anpassungen den Rohdiamanten grob bearbeiten, den Feinschliff erreichst du so aber nie.

Wenn du die folgenden vier Schritte jedoch regelmäßig in deine Google Ads Optimierung integrierst, wird sich deine Performance signifikant verbessern.

 

1. Suchanfragenbericht auswerten

Eine gute Anlaufstelle für die Optimierung deines Keyword-Pools sind die Suchanfrageberichte. Hier werden alle Suchanfragen, zu denen deine Anzeigen ausgespielt werden, gelistet.

Google Ads Optimieren Suchbegriffe auswerten

Filtert man das Ganze absteigend nach Conversion lassen sich schnell Top-Performer Suchanfragen identifizieren, die du so vielleicht noch nicht direkt als Keyword gebucht hattest.

Suchanfragen, die nur Kosten aber keine Conversions erzielen, lassen sich auch recht einfach identifizieren. Du erstellst einfach einen Filter, der alle Suchbegriffe mit einbezieht die weniger als eine Conversion haben und lässt dir in absteigender Reihenfolge die jeweils ausgegebenen Budgets anzeigen.

Google Ads optimieren Suchbegriffe ausschließen

Bei dieser Betrachtung solltest du jedoch immer den eingestellten Zeitraum mitberücksichtigen. Hat eine Suchanfrage innerhalb von 1-7 Tagen keine Conversion erzielt, ist das bei weitem nicht so tragisch wie Suchanfragen, die seit 60-180 Tagen nur Kosten verursacht haben.

So baust du die Analyse der Suchbegriffe in deine Routine ein:

Überlege dir einige Filter, um Top- beziehungsweise Low-Performer zu identifizieren und speichere sie dir ab. So kannst du zum Beispiel alle 14 Tage mit wenigen Klicks prüfen, ob deine gewählten Keywords für gute oder schlechte Suchanfragen sorgen.

 

2. Suchanfragen ausschließen oder hinzufügen

Im ersten Schritt haben wir dir gezeigt, wie du mit wenigen Klicks identifizieren kannst, welche Suchbegriffe gut oder schlecht sind. Jetzt macht es natürlich Sinn, deine Anzeigenausspielung so zu optimieren, dass gute Suchanfragen besser ausgespielt werden und schlechte gar nicht mehr.

 

Suchanfragen ausschließen:

Filtere deine Suchanfragen so, dass dir nur noch die schlechtesten angezeigt werden.

Gehe nun der Reihe nach durch und markiere alle Begriffe, zu denen deine Anzeigen nicht mehr ausgespielt werden sollen. Über die Funktion: „als ausschließendes Keyword hinzufügen“ kannst du jetzt alle markierten Einträge von der Ausspielung ausschließen.

 Google Ads optimieren negatives

 

Suchanfragen als Keyword miteinbeziehen:

Top-Performer lassen sich genau umgekehrt zu deinem Keyword-Pool hinzufügen. Über die Funktion „Als Keyword hinzufügen“ kannst du schnell und unkompliziert deine Anzeigengruppe um neue Keywords ergänzen.

Google Ads optimieren top performer hinzufügen

Bitte beachte hierbei folgende Dinge:

  • Keyword Match-Types gelten auch für auszuschließende Keywords
  • Suchanfragen können auf Anzeigengruppen-Ebene oder Kampagnen-Ebene ausgeschlossen werden.
  • Nur weil die Performance einer Suchanfrage schlecht ist, heißt es nicht, dass du sie automatisch ausschließen solltest. Ist eine Suchanfrage / Keyword für die Platzierung deiner Marke essentiell wichtig, solltest du zuerst prüfen, ob sich die Performance anderweitig verbessern lässt. (Steigerung Qualitäts-Faktor, höhere Anzeigenposition, Landing-Page Anpassung)
  • Je nach Struktur deines Google Ads Kontos macht es mehr Sinn für besonders gute Suchanfragen sogar eine eigene Anzeigegruppe zu erstellen. Das musst du allerdings manuell machen J

So baust du den Ausschluss von irrelevanten Suchanfragen in deine Optimierung ein:

Es empfiehlt sich die Suchbegriffanalyse und den Ausschluss von Suchbegriffen in einem Schwung zu machen. Setzte dir alle 7-14 Tage einen Reminder und verbessere so Schritt für Schritt die Relevanz deiner Google Ads Anzeigen.

 

3. Werbezeitplaner prüfen

Möchtest du dein Google Ads Budget effizienter ausgeben oder macht es zu bestimmten Uhrzeiten für dich gar keinen Sinn Google Ads Anzeigen zu schalten, empfehle wir dir einen Blick auf den Werbezeitplaner zu werfen.

Google Ads optimieren Werbezeitplaner

In dieser Übersicht kannst du bis auf 15 Minuten genau festlegen an welchen Wochentagen und zu welchen Uhrzeiten deine Werbeanzeigen ausgespielt werden. Zusätzlich kannst du mit Gebotsanpassungen definieren, ob du für bestimmte Zeiträume dein Gebot prozentual erhöhen oder verringern möchtest.

Hierfür gibt es zahlreiche Anwendungsbeispiele:

  • Du möchtest als Gastronom an Ruhetagen keine Anzeigen schalten.
  • Bei der B2B Leadgenerierung macht es für dich keinen Sinn, Anzeigen an Samstag und Sonntag auszuspielen.
  • Dein Werbebudget ist stark eingegrenzt und du möchtest zu gewissen Tageszeiten den Konkurrenzkampf meiden.

 

Die genannten Beispiele stellen in der Regel jedoch keine sich kontinuierlich ändernden Szenarien dar und müssen auch nicht fest in deine Optimierungsroutine eingebaut werden.

Die Anpassung der Keyword CPCs zu bestimmten Uhrzeiten jedoch schon. Und so geht das:

Du kannst deinen Werbezeitplaner so einstellen, dass er Daten zu festgelegten Zeiträumen sammelt ohne die Ausspielung einzuschränken.

Im Bild siehst du, dass für jeden Wochentag getrennte KPIs angezeigt werden.

Nach 7-14 Tagen kannst du einen ersten Blick auf die aggregierten Daten werfen und schauen ob es Wochentage gibt, an denen die Performance besser beziehungsweise schlechter ist als sonst.

Mit Hilfe der Option „Gebotsanpassung“ kannst du nun prozentual die CPC-Gebote der Kampagnen-Keywords anpassen. Bitte gehe hier sachte vor und halte deine Anpassungen im 5-10% Bereich. Prüfe nach ein bis zwei Wochen ob durch die Gebotsanpassungen eine Steigerung der Performance erfolgt ist.

Falls ja, kannst du die Gebotsanpassungen weiter erhöhen oder verringern.

Falls nicht, stelle die Gebotsanpassungen des vorherigen Zeitraums wieder her.

Bitte beachte, dass bei Kampagnen mit Smart-Bidding die Gebotsanpassungen (Conversions maximieren, Klicks maximieren, etc.) im Werbezeitplaner ignoriert werden.

 

4. Gebotsanpassungen für Remarketing-Listen

Ein weiteres regelmäßiges ToDo, welches gerne übersehen wird, aber einen großen Einfluss auf die Performance deiner Google Ads Kampagnen haben kann, ist die Gebotsanpassung von Remarketing Listen.

Über den Menüpunkt Zielgruppen kannst du deiner Kampagne zu Beobachtungszwecken diverse Remarketing Zielgruppen hinzufügen und beobachten, wie diese im Verhältnis zu deinen anderen Targeting Möglichkeiten performen.

Google Ads optimieren RLSA

Ähnlich wie beim Werbeplaner kannst du auch für Zielgruppen eine Gebotsanpassung vornehmen.

Wir empfehlen dir jedoch mindestens alle 14 Tage einen Blick auf diese Anpassungen zu werfen, da zum Beispiel Similar Audiences oft recht sprunghafte Leistung aufweisen und sich eine vergessene Gebotsanpassung in solchen Fällen zur echten Kostenfalle entwickeln kann.

Im Bereich E-Commerce empfehlen wir dir die Entwicklung der Metrik Conv.-Wert / Kosten zu beobachten (Umso höher, umso besser 😉 ). Für die meisten anderen Fälle ist die Betrachtung der Kosten / Conversion Metrik ausreichend.

google ads optimieren rlsa anpassen

Im Fall von Remarketing Listen kannst du dir auch eine einfache Regel erstellen, die eine Warnung per Email an dich verschickt, wenn es zu einer unerwarteten Verschlechterung der Performance kommt.

Wenn du diese 4 Optimierungsansätze in regelmäßigen Abständen bei der Routine mitberücksichtigst, ist eine Verbesserung deiner Google Ads Performance garantiert.

 
Welche weiteren Schritte baust du noch in deinen Optimierungsprozess mit ein?

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