Neben einem der größten Sport-Events der Welt gab es in diesem Monat auch viele Ankündigungen in der Online-Welt. Jedoch brachten diese nicht immer die gewünschte Reaktion. Warum manche Ideen lieber zweimal überdacht werden sollten, und was diesem Monat absolut im Trend war.

Nicht mehr nur in Amerika ein großes Thema – Der Super Bowl wird auch bei uns in Deutschland immer beliebter. Nicht nur Spitzensport zieht die Menschen an, sondern auch die speziell für das Event produzierten Werbespots. Jährlich konkurrieren hier große Unternehmen um die Aufmerksamkeit der durchschnittlich 111,3 Millionen Zuschauer (nur in Amerika). Und dafür greifen sie auch tief in die Tasche: auch dieses Jahr hatte der Preis laut Sports Illustrated, für 30 Sekunden Werbezeit, die 5 Millionen US-Dollar Grenze überschritten.

Einer der wenigen Momente, wenn Werbung erwünscht ist

Unter den werbetreibenden Unternehmen reihte sich in diesem Jahr auch Amazon ein. Der Online-Händler unterhielt mit einem 1:30 Minuten langen Spot, in dem die Stimme „Alexa“ des Amazon Echos die Stimme verliert. Unter anderem springen Schauspielerin Rebel Wilson, Star-Koch Gordon Ramsay, und Rapperin Cardi B als Sprachassistent ein, und sorgen damit für witzige Momente. Verdienter Platz eins auf dem Zuschauer-Ranking.

Auch hoch im Ranking des Publikums konnten sich die Spots von Doritos und Mountain Dew einordnen. Die zwei zusammenhängenden Spots waren simpel im Story-Telling gehalten, jedoch mit Peter Dinklage (Game of Thrones) und Morgan Freeman absolut hochkarätig besetzt. Beide Schauspieler performen mit Playback berühmte Songs von Busta Rhymes und Missy Elliot und repräsentieren die Themen Feuer und Eis perfekt.

Wer hoch oben ist kann auch tief fallen

Jedoch fällt der Hype um die Werbespots schnell in den Schatten als der CEO von Pepsi, dem Mutterkonzert von Doritos, einen „Shit-Storm“ im Internet auslöst. In einem Podcast mit Freakonomics verriet Chefin von PepsiCo Indra Nooyi, dass das Unternehmen an einer Variante von Chips arbeite, die speziell für Frauen ist. Sie ist der Meinung, dass Frauen der besonders laute Verzehr von solchen Snacks in der Öffentlichkeit unangenehm ist. Auch das Abschlecken der Finger und das Schütten der letzten Brösel in den Mund sei unter den weiblichen Chips-Essern unbeliebt.

Ihre Lösung? Nicht knuspernde Chips, welche nicht an den Fingern kleben und immer in die Handtasche passen. Passend für Frauen weil sie also Handtaschengerecht sind. Hinsichtlich aktueller Gender- und Feministen-Debatten hätte Nooyi es wohl nicht schlimmer ausdrücken können. Nicht nur die Washington Post und die New York Post kommentierten dies, sondern auch tausende Twitter-User. Innerhalb eines Tages etablierte sich das Hashtag #LadyDoritos, unter dem Frauen ihre Empörung verbreiteten.

Ein neuer Name unter den Streaming-Diensten

Netflix und Amazon Prime könnten demnächst Konkurrenz erhalten. Der US-Medienkonzern Viacom kündigt an, in diesem Jahr noch ein eigenen Videostreaming-Dienst zu launchen. Dieser Dienst ist werbefinanziert und soll im September in den USA starten. Es bietet vor allem die eigenen Kabel-TV-Sender wie Comedy Central, MTV oder Nickelodeon an, und verspricht „zehntausend Stunden Content“. Ob sich das Angebot gegen bereits etablierte Streaming-Anbieter durchsetzen kann, ist abzuwarten.

Amazon nimmt es selbst in die Hand

Demnächst könnten ihre Pakete nicht mehr von DHL- oder Hermes-Mitarbeiter geliefert werden, sondern von Amazon selbst. Der Konzern möchte seinen eigenen Zusteller-Dienst aufbauen. Laut Amazon-Manager Bernd Schwenger werden zuerst die Metropolen angepeilt und Verteilzentren in Stadtnähe aufgebaut. Bereits getestet wird dieser Dienst in Olching bei München, welches als Modellprojekt gilt.

Der Dienst soll vor allem Unabhängigkeit schaffen und die Möglichkeit bieten auf Engpässe oder Entwicklung im Online-Handel zu reagieren. Dies ist auch der erste Schritt zu möglichen Services wie „Same-Day-Zustellungen“. Amazon möchte mit der Einführung dieses Dienstes aber keine Kritik an den bereits bestehenden Lieferdiensten üben.

Groß, Größer, am Größten

Wie es scheint, stecken die meisten Unternehmen in der Planung und Vorbereitungen für die nächsten großen Projekte. Welche sich wohl am besten entwickeln und welche scheitern werden, ist abzuwarten.