Wie sich unser Alltag und unsere Nutzung von Medien in diesen digitalen Zeiten verändert, konnte man deutlich im Mai feststellen. Dass demnächst Roboter für uns sprechen und unsere Apps uns warnen, wenn wir sie zu viel benutzen, ist nicht mehr nur Zukunfts-Melodie.

Whatsapp bekommt demnächst Werbung. Dies bestätigte David Marcus, Facebook Messenger Chef, in einem Interview. Eine Kehrtwende die gegen die grundsätzlichen Ziele der Whatsapp-Gründer Jan Koum und Brian Acton geht.

Bei der F8-Entwicklerkonferenz kündigte David Marcus diese Entwicklung an, damit auch Whatsapp lukrativ werden kann. Nach dem Launch von Whatsapp Business, welches kleineren Firmen den Kontakt zu Kunden ermöglicht, werden nun auch die großen Unternehmen ins Boot geholt. Konkrete Details oder Informationen gab es aber noch nicht.

Seit dem Verkauf der Applikation an Facebook für 19 Milliarden US-Dollar 2014, war nur noch Jan Koum mit im Team. Dieser verließ aber Facebook kürzlich, wofür die Einführung von Werbung vermutlich ein Grund ist. In einem seiner Blogpost aus 2012 schrieb er seine Meinung zu Werbung in dem sozialen Netz: „Sobald Werbung im Spiel ist, bist du, die Nutzerin, der Nutzer, das Produkt.“

Flucht in die schöne Instagram Welt

Wie lange scrollen wir eigentlich täglich durch Instagram? Diese Frage könnte bald beantwortet werden. Hinweise zu solch einem Zeiterfassungs-Tool wurden im Android Code der App gefunden. „Usage Insights“ heißt das Ganze, und soll jedem Nutzer zeigen wie lange sie sich in dem sozialen Netz aufhalten. Noch ist unklar, ob damit der Zeitraum gemeint ist, seit dem der Nutzer ein Instagram-Konto hat, oder wirklich die tägliche, wöchentliche und monatliche Nutzungsdauer.

Damit würde sich Instagram der „Time well spent“-Bewegung anschließen, welche bereits Plattformen wie Google und YouTube folgen. Sie soll darauf hinweisen und sensibilisieren, dass viele Plattformen speziell dafür kreiert sind, dass User möglichst viel Zeit auf ihnen verbringen, und damit hohes Suchtpotential schaffen. Die Idee der Zeitmessung soll unter den Usern ein Bewusstsein schaffen, wie viel Zeit sie wirklich auf den Plattformen und in den sozialen Netzwerken verbringen.

Der digitale Assistent in deiner Tasche

Eine Software, die ohne Probleme eine Konversation halten kann und dabei auch nach einem Menschen klingt. Google stellt den Sprachassistenten Google Duplex auf der Entwicklerkonferenz I/O vor.

Der KI-basierte Google Home Assistant kann Gespräche mit Menschen führen und sogar auf unerwartete Wendungen eingehen. Durch Machine Learning lernt der Assistant zugleich aus jedem Gespräch und wird intelligenter. Bis jetzt kann er aber nur Reservierungen oder Termine buchen und nach Öffnungszeiten fragen.

Das Ziel von Google ist, dass in Zukunft der Assistent dem Nutzer Telefonate abnehmen soll. Ein Szenario wäre, dass der Nutzer zu seinem Smartphone sagt, es solle an einem bestimmten Tag in einem bestimmten Restaurant einen Tisch für X Leute reservieren. Der Assistent würde dann in dem Restaurant anrufen, mit dem Angestellten eine Reservierung vereinbaren und diese dann in den Kalender eintragen.

Bei dem Vortrag zeigte Google ein Beispiel, bei der die KI bei einem Friseur anruft, um einen Termin auszumachen. Mit täuschend echter Stimme und Sprachmustern wie „hmm“ oder „äh“, hört es sich an, als ob zwei Menschen miteinander sprechen würden.

Und während dieser Fortschritt der Technik viele begeistert, schrillen bei anderen die Alarmglocken, da viele Fragen aufkommen. Wie zum Beispiel ob sich KI-Assistenten als solche zu erkennen geben müsste. Google selber möchte laut ihrer Aussage „transparent vorgehen“ .

Google Duplex wird im Sommer dieses Jahres an einer kleinen Testgruppe in der USA ausprobiert. Weitere Daten und Termine sind nicht bekannt.

We are the Future

Was vor zehn Jahren in Science-Fiction-Filmen Träumerei war, ist nun Realität. Die Digitalisierung schreitet zügig voran und übernimmt immer mehr unseren Alltag. Welch nächste große Technik uns zum Staunen bringt ist abzuwarten. Bis dahin bleiben wir gespannt und freuen uns auf die nächsten Monate.